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Roter Sonntag: Harte Preiskorrektur bei Bitcoin und Co.

Red Candle Army. © Maxim Hopman on Unsplash
Red Candle Army. © Maxim Hopman on Unsplash

Vor wenigen Tagen noch jubelte die Krypto-Welt über ein neues Allzeithoch von Bitcoin bei 54.000 Euro, nun ist die von einigen Beobachtern erwartete Preiskorrektur da. Am Sonntag passierte am Krypto-Markt einer der härtesten Einbrüche der vergangenen Monate. Bitcoin ist in wenigen Stunden von 51.000 auf 45.000 Euro und weniger eingebrochen, um mehr als minus 12 Prozent hat der Kurs nachgelassen.

Auch sonst steht der Kryptp-Markt nach einigen starken Wachstumswochen, die sich rund um den Börsengang von Coinbase zuspitzten, tief im roten Bereich. Bei Altcoins von Ethereum hinunter zu jungen Aufsteigern wie Filecoin, Theta oder Klaytn gibt es Kurseinbrüche im deutlich zweistelligen Bereich von bis zu 30 Prozent. Einzige Ausnahme aktuell ist – wie lustig – die Spaß-Kryptowährung Dogecoin (DOGE), die in den letzten Tagen ordentlich gepumpt wurde und nun dank der Korrektur sogar auf Platz 6 der Krypto-Charts liegt.

Market Cap gibt stark nach

Die Marktkapitalisierung aller gehandelten Krypto-Assets ist hart eingebrochen – von 1,86 Billionen Euro hinunter auf 1,63 Milliarden Dollar. In wenigen Stunden sind damit mehr als 200 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung in Luft aufgelöst worden. Weil der Krypto-Markt „nur“ mehr eine BTC-Dominanz von etwa 52 Prozent zeigt, haben die harten Abstürze von Altcoins zusätzlich zum Bitcoin-Einbruch dramatische Auswirkungen. Insgesamt hat der Krypto-Markt in den vergangenen 24 Stunden um 12,3 Prozent nachgegeben.

Der letzte Einbruch am Krypto-Markt diesen Ausmaßes ereignete sich im Februar, also vor etwa zwei Monaten. Damals stürzte der gesamte Markt von 1,46 auf 1,13 Billionen Euro. Nun findet die Preiskorrektur in einer ähnlichen Dimension statt, aber auf deutlich höherem Niveau.

Warum es zu dem Einbruch am Sonntag kommt, ist Gegenstand aktueller Spekulationen in Online-Foren und auf Twitter. So gibt es Gerüchte am Markt, dass das US-Finanzministerium verstärktes Vorgehen gegen Kryptowährungen wegen Geldwäsche planen soll. Auch in den Märkten Indien und der Türkei sieht es nach strengeren Regeln bzw. Verboten aus, was Krypto-Assets angeht. Das alles ist der Stimmung am Markt nicht unbedingt zuträglich.

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Wie geht es weiter im Casino?

Wie weit es noch hinunter gehen wird, ist aktuell nicht abzusehen. Das Handelsvolumen an vielen Exchanges wie Huobi Global, Bitfinex oder Coinbase Pro ist am Sonntag deutlich höher als vor wenigen Tagen, als Coinbase in New York an die Börse ging. Der Absturz heute wirft auch einen Schatten auf die erste volle Handelswoche von COIN an der NASDAQ – nun wird spannend, ob die Aktie des Krypto-Händlers im Gleichschritt mit dem BTC-Kurs geht, oder ob Trader das anders sehen. Der Coinbase-Kurs pendelte diese Woche stark zwischen 430 und 310 Dollar.

Für Optimisten bietet der aktuelle Preissturz von BTC und Co wie immer die Möglichkeit, vergleichsweise günstig nachzukaufen („buy the dip“), setzen sich aber auch der Gefahr aus, mitten im Preisrutsch viel zu verlieren. Wie immer gilt: Man investiere am weiter hoch volatilen Krypto-Markt nur jenes Geld, das man auch bereit ist komplett zu verlieren. Oder wie es ein echter Bitcoiner diese Woche im Interview formulierte: „Coinbase ist ein Casino und sollte auch als solches verstanden werden. Der Börsengang ist einfach nur ein Weg, um die Wallstreet-Milliarden an dieses Casino anzuzapfen. Ich halte nichts von Glücksspiel, und von Coinbase halte ich sogar noch weniger.“

Bitcoiner: „Ich halte nichts von Glücksspiel, und von Coinbase halte ich sogar noch weniger“

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