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US-Finanzausschuss

Robinhood-CEO Vlad Tenev entschuldigt sich bei Kleinanlegern

Robinhood kämpft mit Schwierigkeiten. © Trending Topics
Robinhood kämpft mit Schwierigkeiten. © Trending Topics

Robinhood-CEO Vlad Tenev sagte gestern vor dem US-Finanzausschuss aus. Dabei verteidigte er sein Unternehmen gegen die Vorwürfe, Robinhood habe Kleinanlegern geschadet, indem es sie daran gehindert habe, Aktien zu verkaufen und riskantes Verhalten im Rahmen der Gamestop-Aktienkäufe gefördert habe.

Roaring Kitty vor dem Ausschuss

Vor dem Ausschuss sagten außerdem Reddit-CEO Steve Huffman, Ken Griffin von Citadel,  Gabe Plotkin von Melvin Capital und Keith Gill, bekannt als „Roaring Kitty“ auf YouTube. Letzterer war eine der treibenden Kräfte der Gamestop-Anleger-Community und wurde mittlerweile auf Schadensersatz verklagt. Er soll Millionen an der Aktienrallye verdient haben, indem er Investoren zum Kauf überteuerte Aktien überredete und sie zum Börsensturm aufhetzte. Er stritt allerdings ab, ein „institutioneller Investor oder Hegdefond“ zu sein.

Tenev entschuldigt sich

Tenev, der sich den meisten heiklen Fragen stellen musste, gab hingegen Fehler zu. „“Es tut mir leid und ich entschuldige mich“, sagte er. „Wir tun alles, was wir können, um sicherzustellen, dass dies nicht wieder passieren kann […]. Die Beschränkung von Aktienkäufen sei ein Fehler gewesen, Investoren hätten so nicht die Möglichkeit gehabt, rechtzeitig (also beim Kursverfall, Anm.) auf andere Assets auszuweichen. Thema war auch der „Gamification“-Ansatz der App, der Investoren zu riskanten Käufen animieren könnte. Das stritt Tenev ab, Robinhood würde nicht „mit Gamifikation auseinandersetzen“. Es gehe vielmehr darum, „den Leuten das zu geben, was sie auf eine verantwortungsvolle Art und Weise wollen“. „Wir Wir betrachten das nicht als Gamification. Wir wissen, dass investieren seriös ist“, erklärte er weiter.

Uneinigkeit bei den Folgen

Unterdessen sind sich auch die US-Abgeordneten uneinig. Rashida Talib von den Demokraten beispielsweise argumentierte für eine Finanztransaktionssteuer für Aktiengeschäfte und meinte, dass eine Mehrheit der Amerikaner eine solche Steuer unterstütze. Auch mehr Transparenz bei Leerverkäufen wollen die Demokraten. Die Republikanische Partei dagegen sprach sich mehrheitlich gegen mehr regulierende Elemente aus. Mehr Regulierung erhöhe „nur die Komplexität“, hieß es.

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