Channel

AI & Robots

Darlehen

Robart: Der oberösterreichische Roboter-Spezialist bekommt 9 Mio. Euro von der EU

Die Robart-Gründer Harold Artés und Michael Schahpar. © Robart GmbH
Die Robart-Gründer Harold Artés und Michael Schahpar. © Robart GmbH

Sie sind für KI-unterstützte Saugroboter auf der ganzen Welt bekannt geworden und machen jetzt den nächsten großen Schritt: Der oberösterreichische Roboter-Hersteller Robart hat vom Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) ein Darlehen von satten neun Millionen Euro erhalten. Mit Hilfe des frischen Kapitals soll die nächste Generation an Robotern entwickelt und gebaut werden, und zwar am Standort in Linz.

Bei den kommenden Robotern, die als Prototypen für andere Firmen wie Kärcher oder Rowenta hergestellt werden, geht es auch darum, dass diese günstiger werden. Denn Ziel ist auch, dass die Roboter, die zum Saugen und Wischen eingesetzt werden, wirklich den Massenmarkt erobern können. Angepeilt ist auch der Marktstart in den USA. Aber nicht nur als Putzgehilfen sollen sie zum Einsatz kommen, sondern in Zukunft etwa auch als Butler, die alten oder kranken Menschen Dinge bringen können.

Das Geld der EU kommt in drei Tranchen von jeweils drei Millionen Euro. Zum Zurückzahlen des Kredits hat die oberösterreichische Firma jeweils fünf Jahre Zeit. Für die Firma, die 2009 von Harold Artés und Michael Schahpar gegründet wurde, arbeiten derzeit 60 Mitarbeiter, und sie hält etwa 100 Patente. Wie viele andere Tech- und IT-Firmen sieht auch Robart seine Chance.

Roboter im öffentlichen Bereich

„Schlaue Roboter werden wir bald auch im öffentlichen Bereich antreffen. In einigen Krankenhäusern kommen wegen der Ansteckungsgefahr bereits mobile Geräte zum Einsatz, die Gänge reinigen oder desinfizieren. Damit nimmt man das Reinigungspersonal aus der Gefahrenzone“, so Harold Artés, CEO von Robart, dieses Jahr bei Trending Topics. „Diese Geräte sind allerdings noch sehr simpel. Bestenfalls kennen sie den Grundriss des Stockwerks, den man ihnen vorher genau beibringen muss. Solche Roboter können den Boden wischen, Desinfektionsmittel versprühen oder ansteckenden Patienten das Essen bringen.“

Deswegen gelte es jetzt, intelligentere Roboter als bisher zu entwickeln. „Schon in naher Zukunft werden wir Technologien verwenden, die weit darüber hinaus reichen. Kluge, nützliche Roboter-Helfer werden uns den Alltag wesentlich erleichtern“, so Artés weiter. Die Robert Bosch Venture Capital Group, Crédit Mutuel Equity sowie die SEB Alliance, zu der auch Rowenta gehört, sind Investoren der Oberösterreicher.

Der Europäische Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) gehört zur Europäischen Investitionsbank (EIB) und wird von Österreichs ehemaligem Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) als Direktor geleitet.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Corona-Krise