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Ripple-Klage: Coinbase wird ab 19. Jänner Handel mit XRP aussetzen

© Marco Verch (CC BY 2.0)
© Marco Verch (CC BY 2.0)

Es kam, wie es kommen musste. Wenige Tage nach der Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen das Unternehmen Ripple wegen der Kryptowährung XRP reagiert nun der größte Krypto-Händler der USA. Coinbase hat sich dazu entschieden, den Handel mit XRP ab dem 19. Jänner auszusetzen. Die Entscheidung kommt, nachdem einige weitere Crypto-Exchanges XRP ihren Kunden nicht mehr anbieten wollen.

In Anbetracht der jüngsten Klage der SEC gegen Ripple Labs, Inc. plant Coinbase, den Handel mit XRP am Dienstag, den 19. Januar 2021 um 10 Uhr PST auszusetzen“, heißt es seitens Paul Grewal, Chief Legal Officer bei Coinbase. Ab dem 28. Dezember werde der Handel in einem ersten Schritt limitiert, ab dem 19 Jänner in drei Wochen werden Nutzer dann keine der umstrittenen Token mehr via Coinbase kaufen oder verkaufen können. Bei Bedarf könne man den Handel auch früher aussetzen, behält sich das Unternehmen aus San Francisco vor.

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Zugang zu XRP-Wallet bleibt erhalten

„Wir werden die rechtlichen Entwicklungen in Bezug auf XRP weiterhin beobachten und unsere Kunden auf dem Laufenden halten, sobald mehr Informationen verfügbar sind“, so Grewal weiter. Die Rede ist jedenfalls von einer Unterbrechung des XRP-Trading auf unbestimmte Zeit – gut möglich, dass im Laufe von 2021 die Token wieder bei Coinbase zu haben sind. Die SEC hat Ripple verklagt, weil sie annimmt, dass XRP eigentlich Wertpapiere und somit Anteile an dem kalifornischen Unternehmen darstellen – und der Verkauf dieser digitalisierten Aktien hätte bei der US-Behörde angemeldet werden müssen. Bei der Klage geht es um 1,3 Milliarden Dollar.

Was bedeutet das nun für Coinbase-Kunden? „Die Handelsunterbrechung hat keine Auswirkungen auf den Zugang der Kunden zu XRP-Wallets, die auch nach der Handelsunterbrechung für Ein- und Auszahlungen zur Verfügung stehen“, heißt es seitens Coinbase. „Darüber hinaus werden Kunden weiterhin für den zuvor angekündigten Spark-Airdrop berechtigt sein (vorbehaltlich der Genehmigung in bestimmten Ländern), und wir werden weiterhin XRP auf Coinbase Custody und Coinbase Wallet unterstützen.“

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„Es wird einige Zeit dauern“

Coinbase ist ein weiteres Unternehmen in der Krypto-Branche, das XRP den Rücken zukehrt. Zuvor hatten schon die Exchanges OKCoin, Bitstamp, OSL, Beaxy und CrossTower angekündigt, den Handel mit XRP auszusetzen. Alle haben Angst, in den Rechtsstreit hineingezogen zu werden. „Da ein Gerichtsverfahren stattfindet, haben wir beschlossen, dass es die beste Vorgehensweise ist, den XRP-Handel und die Einzahlungen auf OKCoin ab dem 4. Januar 2021 auszusetzen“, so die Verantwortlichen bei OKCoin. „Es ist wahrscheinlich, dass es einige Zeit dauern wird, bis diese Situation geklärt ist.“

Die Ankündigung von Coinbase hat den Kurs von XRP ein weiteres Mal auf Talfahrt geschickt. In der Nacht auf Dienstag ist der Kurs des Assets noch einmal um 15 Prozent eingebrochen. Innerhalb der vergangenen 7 Tage hat XRP somit mehr als 50 Prozent seines vormaligen Wertes eingebüßt. Beobachter erwarten, dass nun weitere Krypto-Exchanges wie Kraken oder Bittrex dem Beispiel von Coinbase folgen werden – und das wird den Kurs noch weiter in den Keller schicken.

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