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RIAT Institut: „Kryptoökonomie hat klare Verbindungen zu realer Wirtschaft“

Die RIAT-Mitglieder auf der Devcon3 in Cancun, Mexiko. © Chris Villafuerte
Die RIAT-Mitglieder auf der Devcon3 in Cancun, Mexiko. © Chris Villafuerte

Das Wiener RIAT Institut ist ein unabhängiges Forschungsinstitut und Mitglied des Netzwerks „Blockchain Austria“. RIAT finanziert sich durch Auftragsforschung, Beratung und Trainingsprogramme. Inhalt: Zukunftsforschung, Kryptoökonomie und Technologieforschung. Generell versucht das Institut einzuordnen, wie sich die Entwicklungen rund um die Bitcoin auf die Realwirtschaft auswirken. „Kryptoökonomie beschreibt den neuen Ansatz, wie Systeme ökonomische Anreize schaffen, damit das gesamte Konstrukt auch nach Strafen einigermaßen stabil bleibt“, sagt RIAT-Gründer Matthias Tarasiewicz. 

Entscheidungsträger und Entwickler

Das erste kryptoökonomische System ist Bitcoin – das durch “Proof-of-Work” einen Anreiz für sogenannte Miner schafft, an dem verteilten System zu partizipieren. Der Anreiz besteht darin, neue Bitcoins für gelöste kryptografische Puzzles zu erhalten. „Kryptoökonomie hat auch klare Verbindungen zu realer Ökonomie – die Miner haben Realkosten in Hardware, Strom und der Wartung ihrer Infrastruktur, deswegen sind sie in der aktuellen Debatte um Bitcoin-Abspaltungen (Forks) auch starke Entscheidungsträger“, so Tarasiewicz. 

Zukünftige Kryptoökonomien können auch aus anderen Formen von Anreizsystemen bestehen, die nicht zwingend wirtschaftlich sein müssen. Altruistische oder soziale Werte können Netzwerke genauso zur Partizipation motivieren. 

Vitalik Buterin und Co. im Interview

Diese Entwicklungen diskutierten Tarasiewicz und Co. bei der diesjährigen Ethereum Developer Conference Devcon3 mit den Entscheidungsträgern der Kryptoszene. Die Ergebnisse der Interviews und Diskussionen werden auf der RIAT-Homepage, im Open Access Magazin Journal for Cryptoeconomics und in deutschsprachigen Zusammenfassungen hier auf Trending Topics veröffentlicht. Die Reihe startet kommende Woche mit einem Interview mit Ethereum-Gründer Vitalik Buterin.    

„Wir wollen mit diesem Projekt herausfinden, was passieren wird, wenn die Blockchains beginnen, ineinander überzugreifen. Genereller sind die Fragen nach den Netzwerken und Interaktionen der einzelnen Blockchains von entscheidender Bedeutung. Wir wollen zudem abbilden, wie sich die Entwicklungen rund um Bitcoin und Co. auf die Realökonomie auswirken werden“, so Tarasiewicz.   

Dieser Beitrag entstand in redaktioneller Unabhängigkeit mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW).

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