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Revolut sammelt in Mega-Finanzierungsrunde 675 Millionen Euro ein

© Revolut
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In der vergangenen Woche war schon von einer bevorstehenden Mega-Finanzierungsrunde für die britische Neobank Revolut die Rede (Trending Topics berichtete). Heute steht die Summe fest: Insgesamt 675 Millionen Euro (800 Millionen Dollar) konnte das Unternehmen von Investoren einsammeln. Damit steigt die Bewertung des Fintechs auf satte 28 Milliarden Euro (33 Milliarden Dollar). Angeführt haben die Finanzierungsrunde die beiden neuen Investoren Softbank Vision Fund 2 und Tiger Global.

Revolut: Neobank soll vor Mega-Finanzierungsrunde stehen

Revolut will globale Super-App

Die Finanzierungsrunde war laut Financial Times sechsmal so hoch wie die letzte im Frühjahr 2020. Etwa 16 Millionen weltweite Kunden verzeichnet Revolut momentan. Mit dem neuen Kapital will das Fintech sein Produkt weiter ausbauen. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen außerdem die „erste globale Super-App“ bauen. Dabei soll es sich um eine Anwendung handeln, die die Kunden für all ihre Finanzen, aber auch für weitere Dienstleistungen wie Shopping nutzen können. Zudem will Revolut seine Präsenz in den USA weiter ausbauen und in Ländern wie Indien starten.

Das vergangene Jahr war für Revolut eigentlich eher verlustreich. Zwar konnte das Unternehmen 2020 seinen Umsatz um 34 Prozent auf knapp 260 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr steigern, allerdings sind auch die Kosten explodiert. Die Verluste für das vergangene Jahren liegen bei etwa 242 Millionen Euro (Trending Topics berichtete). Dennoch konnte die Neobank im ersten Halbjahr 2021 nach eigenen Angaben einen starken Profit machen. Eigentlich war die Finanzierungsrunde laut dem Unternehmen gar nicht dringend nötig, allerdings sei das Investoreninteresse „massiv“ gewesen.

Revolut: Corona-Jahr verdoppelte Verluste der Neobank auf 242 Mio. Euro

Börsengang noch nicht konkret geplant

Trotz der Mega-Finanzierungsrunde und der großen Pläne ist Revolut beim Börsengang noch eher zurückhaltend. Laut CFO Mikko Salovaara wird das Unternehmen „irgendwann“ ein IPO durchzuführen. Jedoch sagte er auch, dass „wir keine unmittelbaren Pläne haben, an die Börse zu gehen. Das neue Kapital, das wir aufgenommen haben, gibt uns ein gewisses Polster, so dass wir ziemlich flexibel sein können, was den Zeitpunkt angeht.“ Die in London ansässige Firma wäre laut Financial Times bei einem Börsengang auf dem London Stock Exchange eines der wertvollsten Unternehmen an dieser Börse.

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