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Revolut: Londoner Banking-Startup fordert N26 mit neuer Premium-Karte heraus

© Revolut
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Es wird „heavy“: Die Konkurrenz zwischen den beiden Banking-Startups Revolut und N26 verschärft sich zunehmend. Nachdem die Berliner N26 bereits ihr Premium-Konto Metal ende 2017 gelauncht haben, zieht ziehen jetzt die Londoner nach. Um 14,50 Euro/Monat können sich Revolut-Nutzer nun das neue, ebenfalls „Metal“ genannte Premium-Konto nehmen. Die Kreditkarte aus Metall mit NFC-Funktion kommt gebündelt mit einer Reihe an Zusatz-Features wie einer Reisekrankenversicherung, einem Concierge-Service, gebührenfreie Bankomat-Behebungen bis zu 600 Euro/Monat und vor allem einem neuen Cashback-Angebot.

Wer sich die Metal-Karte bestellt (vorerst auf 10.000 Stück limitiert, bestehende Premium-Nutzer werden bevorzugt), der bekommt für mit der Karte getätigte Transaktionen als Belohnung etwas Geld zurück. Für Zahlungen innerhalb Europas sind es 0,1 Prozent, für Zahlungen außerhalb sind es ein Prozent der bezahlten Summe. Das ergibt im Jahr ein nettes Taschengeld nebenbei, das man sich in 28 verschiedenen Währungen auszahlen lassen kann. Das Besondere dabei: Das Cashback-Geld kann man sich in Bitcoin, Litecoin oder Ether überweisen lassen.

Mit Krypto-Schwerpunkt im Rennen

Für Revolut, das sich in einem Wettrennen mit N26 um die wichtigen Märkte in Westeuropa, Großbritannien und den USA befindet, ist die Unterstützung von Kryptowährungen einer der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zu N26. Ansonsten geht es den beiden Diensten, die dieses Jahr große Investmentrunden gemacht haben, neben der Gewinnung von Neukunden vor allem auch darum, zahlende Nutzer zu bekommen. Noch sind große Teile der Kundschaft bei den kostenlosen Angeboten. Mit den „Metal“-Karten versuchen sowohl N26 als auch Revolut, die User von der Zahlung von monatlichen Gebühren für Zusatzdienste zu überzeugen.

Hinter den „Metal“-Karten der beiden Startups steckt übrigens in beiden Fällen der Kreditkarten-Riese Mastercard. Laut Darren Deal, Vice President, Prepaid Cards bei Mastercard UK and Ireland, sei die Premium-Karte vor allem für Vielreisende interessant. Auch das Cashback-System beruht auf einem Mastercard-Produkt, und zwar Interchange.

In das Rennen um die führende „Challenger Bank“ wird neben N26 und Revolut vor allem auch das britische Startup Monzo immer wichtiger. Dieses soll derzeit eine neue Finanzierungsrunde aufstellen. Gerüchten zufolge will die Jungfirma 150 Mio. Dollar bei einer Bewertung von 1,5 Mrd. Dollar aufstellen.

N26 Revolut
Nutzerzahl > 1 Million > 2 Millionen
Hauptsitz Berlin London
Gründungsjahr 2013 2015
Märkte 17 32
Premium-Preis ab 10 Euro/Monat ab 8 Euro/Monat
Business-Konten ja ja
Investments total 215 Mio. $ 340 Mio. $
Investoren Tencent, Allianz, Horizons Ventures, Valar Ventures, Zalando, Earlybird Venture Capital, Redalpine Venture Partners, Battery Ventures DST Global, Index Ventures, Ribbit Capital, Balderton Capital, Triplepoint Capital, Point Nine Capital, NJF Capital, Seedcamp
Mitarbeiter > 430 > 500
Kryptowährungen nein ja
Banklizenz ja nein (beantragt in Litauen)

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