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Trotz Umsatzsteigerung

Revolut: Corona-Jahr verdoppelte Verluste der Neobank auf 242 Mio. Euro

© Revolut
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Neobanken haben ein durchwachsenes Jahr 2020 hinter sich: Auch wenn die Zahl der Nutzer stetig steigt, ist es nicht so einfach, mit ihnen auch genug Geld zu verdienen. Und auch der Wettbwerb wird härter, wodurch die einstigen Stars der Fintech-Welt zu Sorgenkindern geworden sind. Das zeigen nun sehr deutlich die Geschäftszahlen der Banking-App Revolut, die heue veröffentlicht wurden.

Zwar konnte Revolut, das von Investoren mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet wurde, im Jahr 2020 seinen Umsatz um 34 Prozent auf knapp 260 Millionen Euro (222. Mio Pfund) im Vergleich zum Vorjahr steigern, jedoch sind auch die Kosten explodiert. So belaufen sich die Verluste für das durch Lockdowns geprägte Jahr 2020 auf etwa 242 Millionen Euro (207 Mio. Pfund). Das ist fast eine Verdoppelung gegenüber 2019, ein Zuwachs um 93 Prozent gegenüber 2019.

Revolut: Verluste weiteten sich 2019 auf 120 Mio. Euro aus

14,5 Millionen Nutzer

Zwar kann Revolut Wachstum bei Kunden und Verticals durch die Bank zeigen, doch Investitionen in neue Produkte und vor allem in den US-Markt kommen dem Unternehmen teuer zu stehen. Die Zahl der Kunden ist von zehn Millionen im Jahr 2019 auf nunmehr 14,5 Millionen mit Ende 2020 geklettert. Dass Revolut angesichts des massiven Minus nicht in Konkurs gehen muss, erklärt sich nur durch eine Investmentrunde Anfang 2020, bei der 500 Millionen Dollar aufgenommen wurden.

Sowohl bei der Interchange Fee, die Revolut bei Zahlungen seiner Nutzer mit Karte bekommt, also auch bei den Abogebühren und anderen Angeboten. Gut auch, dass die App den Kauf von Krypto-Assets wie Bitcoin ermöglicht – zehn bis fünfzehn Prozent des Umsatzes kommen aus dem Handel mit Bitcoin und Co. 2021 soll ein Rekordjahr werden, mittlerweile arbeiten mehr als 2.000 Personen für Revolut.

Revolut warnt Nutzer, dass Krypto-Token XRP wertlos werden könnte

Neobroker überholt Neobank

Während die Neobanken mit ihren Problemen zu kämpfen haben, werden sie von Neobrokern in den Schatten gestellt. Immer neue Investitionsrunden in Firmen wie Trade Republic, Scalable Calpital, BUX oder Bitpanda zeigen, dass der Appetit der Investoren in dem Bereich des digitalen Handels mit Aktien und Co größer geworden ist. Doch auch die Neobroker müssen noch beweisen, dass sie ihren sehr hohen Bewertungen gerecht werden.

Trade Republic > N26: Neobroker sind die neuen, gefährlicheren Neobanken

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