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Refurbed: „Die wenigsten Leute wissen überhaupt, dass es generalüberholte Gadgets gibt”

Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl von Refurbed. © Refurbed
Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl von Refurbed. © Refurbed

Was machen ein ehemaliger McKinsey-Berater, ein ehemaliger Amazon-Mitarbeiter und ein Software-Ingenieur gemeinsam im Netz? Etwas ihrer Meinung nach Neuartiges, zumindest für den deutschsprachigen Markt: Mit Refurbed (Trending Topics berichtete) haben Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl eine Online-Portal aus der Taufe gehoben, über das Nutzer generalüberholte Smartphones, Laptops und Tablets kaufen können. Die Ware stammt nicht von Refurbed selbst, sondern von derzeit zehn Händlern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, die sich auf so genannte Refurbished-Produkte spezialisiert haben.

“Die wenigsten Leute wissen überhaupt, dass es generalüberholte Gadgets gibt”, sagt Gründer Windischhofer. Sein Partner Kaminski hat bei Amazon dessen Refurbished-Programm in Deutschland aufgebaut, allerdings wurde es seiner Meinung nach von dem Internet-Riesen eher stiefmütterlich behandelt. Mit neuen Produkten ist einfach mehr Geld zu machen als mit generalüberholten Gadgets.

Lediglich in Frankreich gibt es mit BackMarket.fr einen vergleichbaren Online-Shop, deswegen will das Refurbed-Team jetzt schnell die Marktlücke im deutschsprachigen Raum besetzen. Das Startup ist 2017 bereits auffällig geworden: Sowohl bei Startup Live in Linz als auch bei der Entrepreneurship Avenue konnte das Startup Pitches gewinnen (Trending Topics berichtete).

„Wir haben auch schon Händler abgelehnt“

Zwischen 25 und 40 Prozent günstiger als die neuen Produkte sind die Gadgets, die man bei Refurbed bzw. dessen Partnerhändlern bekommt. Mit im Preis ist mindestens ein Jahr Garantie, zudem werden die Geräte von den Händlern jeweils mit der aktuellen Software ausgeliefert. Als Vermittler erhält das Wiener Startup zwischen fünf und zehn Prozent des Verkaufspreises. Seit dem Soft-Launch vor einigen Monaten haben die drei bereits 30.000 Euro Umsatz gemacht. Mit Hilfe von Investoren – eine Finanzierungsrunde soll im Laufe des Sommers bekannt gegeben werden – will man kräftig ins Marketing investieren, um im Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal voll präsent zu sein.

Damit Händler nicht etwa gestohlene Ware über das Portal anbieten, werden sie einer genauen Prüfung unterzogen. Sie müssen Refurbed die Rechnungen zu den Geräten sowie zu den Ersatzteilen vorweisen, außerdem werden Online-Rezensionen der Shops analysiert. „Wir haben auch schon Händler abgelehnt“, sagt Windischhofer. Die meisten Geräte würden von Großunternehmen stammen – etwa, wenn Diensthandys in großen Stückzahlen ausgetauscht werden oder Leasing-Rückläufer bei Laptops. Der Umwelt will das Team mit dem Shop auch etwas Gutes tun: Denn je mehr Leute generalüberholte Geräte kaufen, desto weniger Geräte müssen weggeworfen oder verschrottet werden werden.

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