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RBI vergibt gezielt Kredite bis zu 7 Mio. Euro an Scale-ups

Die RBI-Zentrale in Wien. © S. Klimpt
Die RBI-Zentrale in Wien. © S. Klimpt

Während die Diskussion um die Finanzierung von Startups und Scale-ups in Österreich stark in Richtung mehr Eigenkapital geht (Trending Topics berichtete), stellt sich die Frage für die Banken, wie sie mit ihren Fremdkapital-Angeboten a.k.a. Krediten attraktiv bleiben. Die Raiffeisen Bank International (RBI) prescht nun mit dem Finanzierungsprogramm „Digital Basket“ voran, mit dem man Scale-ups ködern möchte.

Grundlegend geht es dabei um Kreditvolumen von ein bis sieben Millionen Euro, die Unternehmen bekommen können, die die Kriterien der RBI für Scale-ups erfüllen. Der Kredit hat je nach Vereinbarung eine Laufzeit von ein bis fünf Jahre, wobei die Verzinsung Rating-abhängig ist und dann mit X Prozentpunkten über dem Euribor liegt – die Zinsen sollen jedenfalls marktüblich und günstiger als gängige Venture Loans sein. Für die RBI, die in 13 CEE-Märkten vertreten ist, kommen folgende Scale-ups in Frage:

  • allen Branchen ausgenommen FinTechs
  • Fokus auf Europa (West, Zentral, Ost)
  • Mindestens 5 Millionen Euro Jahresumsatz
  • operativ positiv
  • Mindestens 3 Millionen Euro Equity aufgenommen
  • in mindestens 2 Märkten erfolgreich tätig

Für das Programm stehen der RBI insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung – es können demnach mindestens mehr als 14 Scale-ups aus ganz Europa einen Kredit bekommen. Erste Kredite können bereits innerhalb von 14 Arbeitstagen vergeben werden.

„Ich habe das als Scale-up-Gründer selbst erlebt“, so Joerg Bartussek, der nun das Digital Department der RBI leitet und den Digital Basket entwickelt hat – er ist Mitgründer der Crowdinvesting-Plattform Finnest und wechselte Anfang 2020 zur RBI. „Je wertvoller die Firmenanteile werden, die man als Gründer noch hält, umso lieber zahlt man Zinsen für eine Finanzierung, und gibt nicht noch weitere Anteile ab.“ Es gebe 3.000 bis 4.000 Unternehmen in Europa, die potenziell in Frage kommen.

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