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Elevator Ventures geht mit 25 Millionen Euro an den Start, um in Fintechs zu investieren

Hannes Cizek (Leiter Group Digital Banking, RBI) und RBI-CEO Johann Strobl. © RBI
Hannes Cizek (Leiter Group Digital Banking, RBI) und RBI-CEO Johann Strobl. © RBI

Es ist ein logischer Schritt. Nach der ersten Runde des Elevator Lab, bei dem die Raiffeisenbank International in Mittel- und Osteuropa nach FinTechs suchte, die das eigene Geschäftsmodell nach vorne bringen sollen, folgt jetzt der Investitionsarm. Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) gründet eine eigene Corporate-Venture-Capital-Gesellschaft (CVC-Gesellschaft) namens Elevator Ventures, der sie 25 Millionen Euro an Investitionskapital zur Verfügung stellen wird.

So kann das Finanzinstitut Folgeinvestments für die Teilnehmer des Accelerator-Programms in Aussicht stellen und in den Aufbau der Fintech-Ökosysteme in Zentral- und Osteuropa investieren. Geschäftsführer von Elevator Ventures, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der RBI, sind Hannes Cizek (Leiter Group Digital Banking, RBI) und Thomas Muchar (Leiter Austrian Equity Investments, RBI). Geplant sind laut Aussendung auch Co-Investments mit Partnerinvestoren sowie Investments in VC-Fonds.

Elevator Ventures will Kapitallücke schließen

Hannes Cizek, Head of Group Digital Banking der RBI (hier im Interview mit Trending Topics), betont darüber hinaus die Bedeutung für den österreichischen Finanzplatz: „In Österreich fehlt es derzeit an Wachstumskapital, um in jene Startups zu investieren, die bereits in einer späteren Entwicklungsphase sind, erste Markterfahrung gesammelt haben und nun Kapital brauchen, um weiter erfolgreich zu wachsen. Diese Kapitallücke will Elevator Ventures schließen.“

Der Fokus von Elevator Ventures soll demnach in Zukunft auf FinTechs abzielen, die die Prototyp-Phase schon weit hinter sich haben. Als Kriterium sollen eigene Produkte oder Dienstleistungen schon erfolgreich am Markt etabliert sein. Die RBI schließt auch Co-Investments mit Partnerinvestoren sowie Investments in VC-Fonds nicht aus. Ziel der Investitionen in diese Unternehmen ist es, sie bei der weiteren Skalierung ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Ihnen wird unter anderem Zugang zu den rund 16,6 Millionen Kunden der RBI versprochen, ihnen sollen Startups Produkte und Dienstleistungen anbieten können.

Immer mehr Corporate VCs

 „Elevator Ventures ist der nächste Schritt in unserer gruppenweiten Innovationsstrategie“, sagt Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI. „Wir planen schon bald, mit Elevator Ventures erste Akzente zu setzen und innovative Geschäftsmodelle und neue Technologien zu fördern.“ Österreichs Corporates dominieren aktuell das Geschehen auf dem Investment-Sektor. Erst vor wenigen Tagen hatte die Uniqa Versicherung angekündigt, Investitionen in Startups mit bis zu 25 Millionen Euro zu verstärken (Trending Topics berichtete).

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