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QuickSpeech: Baukonzern Porr steigt bei Startup für Mitarbeiterbildung ein

Das Team von QuickSpeech. © QuickSpeech
Das Team von QuickSpeech. © QuickSpeech

Eine Quizz-App, die in Unternehmen auf schnelle und halbwegs unterhaltsame Weise für die Weiterbildung der Mitarbeiter sorgen soll: Mit QuickSpeech konnte sich Gründer Lukas Snizek in der Gründerszene bereits einen Namen machen. Nun geht der Founder den nächsten Schritt und holt für seine Firma in Summe etwa 500.000 Euro an Bord. Diese stammen vom Baukonzern Porr, der Business Angelina Nathalie Karré sowie einer FFG-Förderung.

„Individuelles Lernen ist der Schlüssel zum Projekterfolg und zu sicheren Arbeitsbedingungen. Als Branchenvorreiterin im Bereich Aus- und Weiterbildung orten wir enorme Potenziale für Mobile Learning Lösungen. Mit der QuickSpeech Lernapplikation optimieren und automatisieren wir bestehende Prozesse und maximieren unser Baustellenmanagement“, so Porr-CEO Karl-Heinz Strauß über das Investment. Der zweitgrößte Baukonzern Österreichs hält nun 24,9 Prozent an QuickSpeech. Die Porr ist auch am Wiener PropTech Pockethouse beteiligt und hat eine Kooperation mit dem PropTech PlanRadar.

Lernen via App

Aber zurück zu QuickSpeech. Das Startup konnte seit der Gründung 2015 etwa 20 Unternehmen als Kunden gewinnen, darunter Hornbach, Card Complete oder LKW Walter. In der Baubranche sieht Snizek einiges an Potenzial, weil es dort auch um die Vermittlung von Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen geht. Da könnte die App als direkter Kanal zu den Bauarbeitern künftig eine wichtige Rolle spielen. „Am Bau ist das wichtig, weil man Unterweisungen dem Arbeitsinspektorat nachweisen muss“, so Snizek.

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Personalisierter Content als Ziel

Doch nur weil Porr an Bord ist, soll es nicht nur um die Baubranche gehen. Auch Compliance-Schulungen im Bankenbereich seien ein wichtiges Anwendungsszenario, so der QuickSpeech-Gründer. Das große Ziel sei,  Weiterbildung von Mitarbeitern komplett digital machen. So werden auch kostenpflichtige Premium-Kurse von Content-Produzenten über QuickSpeech vertrieben. Unternehmen, die die App ihren Mitarbeitern anbieten wollen, können den Content entweder selbst erstellen oder QuickSpeech die Produktion der Lehrinhalte überlassen.

Viel Wachstumspotenzial sieht Snizek auch im Bereich personalisiertes Lernen. Die FFG-Förderung hat QuickSpeech bekommen, um mittels Machine Learning ein adaptive Lernsystem zu entwickeln. In einem sechsdimensionales System, das Nutzerdaten trackt, soll gemessen werden, aus welchem Antrieb die Leute lernen – oder auch nicht. In zweitem Schritt soll der Lern-Content individuell passend ausgespielt werden. Vor allem soll der Content an die kurzen Aufmerksamkeitsspannen der Generation Z angepasst werden.

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