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Qriously: Das in Wien gegründete Marktforschungs-Startup macht den Exit an Brandwatch

Das Qriously-Team. © Qriously
Das Qriously-Team. © Qriously

Wer kann sich noch an die ehemaligen TU-Studenten Christopher Kahler, Abraham Müller und Gerald Müller erinnern? Sie gehörten damals, vor vielen Jahren, zu jenen Startups, die im mittlerweile geschlossenen Coworking Space sektor 5 an ihren Ideen tüftelten. Neben MySugr, Soup.io, RailsOnFire (später Codeship) oder Blossom arbeiteten die drei damals um das Jahr 2010 herum an Qriously – eine Software, die auf Smartphones die kleinen Ad-Banner mit Meinungsumfragen ersetzt.

Jetzt hat Qriously, das nach dem Start in Wien schnell nach London auswanderte, den Exit geschafft. Die Firma Brandwatch von CEO und Gründer Giles Palmer hat zugeschlagen und Qriously um einen unbekannten Betrag übernommen. „Es passiert selten, dass man auf Menschen trifft, die so innovativ und voller Tatendrang sind wie das Team von Qriously. Sie haben eine eindrucksvolle, technisch starke Lösung für ein Problem gefunden, das auf unserer eigenen Roadmap steht“, so Palmer in einer Aussendung.

„Es wäre verrückt, es nicht zu tun“

„Die Zukunft der Marktforschung liegt zu 100 Prozent darin, verschiedene Datentypen miteinander zu kombinieren“, sagt Christopher Kahler, Mitgründer und CEO von Qriously. „Abgefragte und unaufgeforderte Social Data liefern verschiedene Arten von Erkenntnissen und dieses Zusammenzubringen ermöglicht eine 360-Grad-Perspektive. Die Möglichkeit, diese Vorgehensweise mit Giles Palmer und seinem Team zu entwickeln ist eine Chance, die wir annehmen müssen. Es wäre verrückt, es nicht zu tun.“

Qriously hat seit der Gründung mehr als 6 Millionen Dollar Investment bekommen, unter anderem von Accel Partners und Amalfi Capital. Mit dem Produkt, das Insights über ihre Nutzer liefert (z.B. über Umfragen), hat Qriously etwa Uber, Spotify, Coinbase oder Deliveroo als Kunden gewonnen. Aufgefallen ist es auch immer wieder im Zuge von Wahlen, zu denen schnelle Stimmungsumfragen via Smartphones durchgeführt wurden.

Bei Brandwatch integriert

Für Brandwatch ist es die dritte Übernahme nach PeerIndex (2013) und der Content-Marketing-Plattform BuzzSumo (2017). 2018 fusionierte Brandwatch mit Crimson Hexagon. Die Firma mit weltweit 9 Niederlassungen hat etwa Unilever, Walmart und Dellals Kunden und verzeichnet Umsätze in Höhe von 100 Millionen US-Dollar im Jahr.

Brandwatch will die Technologien, die es slbst entwickelt und zugekauft hat, zusammenführen, „um Business Intelligence in das Zeitalter von KI heranzuführen“ – Ein Plan, der der Firma zufolge mit der Fusion der zwei genannten Unternehmen angestoßen wurde und „mit der Übernahme von Qriously weiter vorangetrieben wird.“

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