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primeCrowd und Business Angels investieren in Zeiterfassungs-Tool timeBro

Von links nach rechts: Ingo Dopplinger, Karin Dopplinger, Werner Schweitzer, Arne Reimann (CEO timeBro), Niclas Preisner (CMO timeBro), Mislav Boras (Head of IT timeBro), Heinz Raufer, Stephan Berendsen, Markus Kainz (CEO primeCrowd). © primeCrowd
Von links nach rechts: Ingo Dopplinger, Karin Dopplinger, Werner Schweitzer, Arne Reimann (CEO timeBro), Niclas Preisner (CMO timeBro), Mislav Boras (Head of IT timeBro), Heinz Raufer, Stephan Berendsen, Markus Kainz (CEO primeCrowd). © primeCrowd

Namhafte Investoren für das Münchner Unternehmen timeBro – auch aus Österreich: Neben der Finanzierung unterstützt das primeCrowd-Netzwerk mit Sitz in Wien den Vertrieb und die organisatorische Weiterentwicklung. Zudem sind einige Business Angels neu dabei.

So habe timeBro unter anderem den Hotel.de-Gründer Heinz Raufer für sich gewinnen können. Raufer ist bekannt für sein sehr frühes Investment in Flixbus und ist auch in einigen anderen Startups investiert. Mit dem Investment will das Gründerteam um Arne Reimann, Niclas Preisner und Mislav Boras das starke Wachstum der letzten Monate beschleunigen und die begonnene Internationalisierung ausbauen.

timeBro: Gutes Geschäftsjahr

Stephan Berendsen, einer der Gesellschafter von primeCrowd, der seit Ende 2018 in timeBro investiert ist, zeigt sich mit dem laufenden Geschäftsjahr zufrieden: „Durch die Verlagerung der Anwender ins Home Office hat die Sichtbarkeit der Arbeit abgenommen. Dem aufgekommenen Trend zur Mitarbeiterüberwachung setzt timeBro ein mitarbeiterfreundliches Tracking-Konzept entgegen, das den Einzelnen bei selbstbestimmter Zeiterfassung unterstützt und Nutzern jedes Kopfzerbrechen erspart. Dieser Gewinn für Mitarbeiter und Management macht unseren Erfolg aus.“

Automatische Projekterfassung

timeBro bietet eine Art Erinnungshilfe für die berufliche Zeiterfassung. Der Algorithmus kann vollautomatisch die Dauer aller Computeraktivitäten messen. Das heißt im Umkehrschluss, dass jedes Programm, jedes Dokument und jede E-Mail auf die Sekunde genau gemessen und auf einer Timeline angezeigt wird. Damit sollen Projektzuordnungen und Stundenabrechungen erheblich vereinfacht werden. Lösungsansätze wie Stoppuhr-Buttons würden hingegen nur für die wenigsten Menschen funktionieren, weil immer wieder vergessen werden, diese zu drücken. Das bestätige auch die Harvard Business Review: Dem Magazin zufolge koste ungenaue Zeiterfassung alleine in den USA täglich rund 7,4 Milliarden US-Dollar.

Fokus auf Privatsphäre

Darüber hinaus lege timeBro einen großen Wert auf den Datenschutz. Arne Reimann, Geschäftsführer von timeBro: „Was unser Tracking einzigartig macht, ist die Privatsphäre. Alle Daten werden ausschließlich auf dem Gerät des Nutzers gespeichert – und nicht in der Cloud. So stellen wir sicher, dass niemand außer dem Nutzer sehen kann, woran er wie lange gearbeitet hat. Kein Chef kann da reingucken, kein Kollege und auch nicht wir bei timeBro. Damit erfüllen wir als einziger Activity Tracker wirklich die Datenschutzbestimmungen in großen Unternehmen“. Markus Kainz, CEO primeCrowd, erklärt, was den Ausschlag für das Investment gegeben hat: „Ein Business Case wie timeBro braucht ein starkes Netzwerk, um schnell zu wachsen. Daher war die Konstellation der Investoren diesmal besonders wichtig. Mit den Experten Heinz Raufer, der Tansanit Stiftung, Ingo Dopplinger, Karin Dopplinger, Werner Schweitzer und Stephan Berendsen ist das in Traumbesetzung gelungen“.

Gut möglich, dass timeBro bald einen größeren Markt erschließen kann: In Deutschland wird ein genereller Rechtsanspruch auf das Home Office diskutiert – das Thema ist zwar umstritten, angedacht sein dürfte aber auch eine verpflichtende digitale Zeiterfassung. In Österreich soll bis März 2021 ein Home Office-Gesetz entstehen.

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