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Power Ledger: Australisches Blockchain-Startup für Energie-Trading kommt nach Österreich

Solardach. © Ulrike Leone auf Pixabay
Solardach. © Ulrike Leone auf Pixabay

Die australische Firma Power Ledger arbeitet an einer Blockchain-Technologie, die den Peer-to-Peer-Stromhandel etwa zwischen Haushalten ermöglichen soll. Über eine jetzt geschlossene Partnerschaft mit E-Next, der Innovations-Tochterfirma der Energie Steiermark, kommt die Technologie jetzt nach Österreich. In einem Pilotprojekt sollen in Graz zehn Haushalte an die Trading-Plattform angeschlossen werden. Mit dem POWR-Token hat die australische Firma ein Krypto-Asset auf den Markt geworfen, mit dem der Stromhandel abgewickelt werden soll.

Den zehn Haushalte soll so ermöglicht werden, den via Solaranlagen produzierten Strom mit Nachbarn via Blockchain zu handeln. So könnte man etwa überschüssige Energie an andere Teilnehmer verkaufen und so nebenbei etwas Geld verdienen. „Die Technologie von Power Ledger wird dazu beitragen, den Wandel der Stadt in Richtung einer emissionsarmen Energiezukunft voranzutreiben, und gleichzeitig den Grazer Bürgern einen finanziellen Anreiz bieten, erneuerbare Energien zu nutzen“, so David Martin von Power Ledger.

Datenschutz wird groß geschrieben

Die Blockchain-Plattform von Power Ledger soll dabei die Daten der Nutzer anonymisieren, um die Auflagen der Datenschutzgrundverordnung, die seit mehr als einem Jahr in der EU gilt, zu erfüllen. In Australien, Japan, Indien, den USA und Thailand gibt es ähnliche Projekte. Dass die Energie Steiermark auf das Blockchain-Thema setzt, hat sich bereits abgezeichnet. “Das ist ein Thema, mit dem wir uns frühzeitig auseinandersetzen müssen, weil das unser Geschäftsmodell fundamental erschüttern kann”, sagte Martin Graf, Vorstandsdirektor der Energie Steiermark, Ende 2018 in einem Interview mit Trending Topics. Blockchain böte die Möglichkeit, neuer Geschäftsmöglichkeiten und Mehrwert für die Kunden.

Power Ledger, das von Jemma Green und Dave Martin 2016 im australischen Perth gegründet wurde, hat bereits für einige Aufmerksamkeit gesorgt. So gewann die Firma 2018 Extreme Tech Challenge von Richard Branson, und Mitgründerin Green wurde zum „Australian EY Fintech Entrepreneur of the Year“ ausgezeichnet.

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