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Bio-Limo-Startup Pona holt sich sechsstelliges Investment

Das Pona-Sortiment. © Pona
Das Pona-Sortiment. © Pona

60 Prozent Bio-Fruchtsaft, 40 Prozent Hochquellwasser – und jetzt zusätzlich noch eine Reihe von Investoren. Die Wiener Getränkefirma Pona, die 2014 gegründet wurde, hat eine Finanzierungsrunde gemacht. Angeführt wird die Runde von der deutschen Investorin Uta Martin (14,9 Prozent), die gemeinsam mit Helmut Schweighofer (4,9 Prozent) und der PAPST Beteiligungen GmbH (5,4 Prozent, dahinter steckt die Privatstiftung von Andreas Mladek) eine sechsstellige Summe investiert hat. Mit dem Geld will das Getränke-Startup vor allem den Vertrieb in Österreich ausbauen und nach Europa expandieren.

Neben Österreich wird die Fruchtsaft-Limonade bereits in Schweden, Finnland, Belgien, Tschechien, Rumänien und der  Schweiz verkauft. Pona wurde 2014 von Anna Abermann, Simone und Roland Haslehner und Michael Plankenstein erfunden. “Ich bin damals in den USA gewesen und habe dort ein Getränk ohne Zusätze getrunken. So etwas gab es damals in Österreich kaum”, sagt Abermann im Gespräch mit Trending Topics.

Lieber kleinere Händler und Lokale

Obwohl der Markt für neue Lifestyle-Getränke als sehr schwieriges Pflaster gilt, hat das Startup den nachhaltigen Sprung in den Einzelhandel geschafft und ist beispielsweise bei denn’s Biomarkt erhältlich. Abermann, die mit „Anna’s“ ein Bio-Catering und eine Bio-Kistl-Lieferei betreibt und an Pona nicht direkt beteiligt ist, sieht die Limonade aber lieber bei kleineren Anbietern: “Wir sind nicht im klassischen Handel, sondern haben uns auf Gastronomie, To-Go-Lokale wie Bäckereien und Biofachmärkte fokussiert”.

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2018 500.000 Flaschen verkauft

Mittlerweile ist das Sortiment auf acht Sorten gewachsen und der Umsatz steigt laut Abermann jährlich um 30 Prozent. 2018 hat das Startup knapp 500.000 Flaschen verkauft. “Die Ernährungs-Trends der letzten Jahre gehen absolut in unsere Richtung”, sagt Abermann und meint damit die Verarbeitung von regionalem Bio-Obst, eine schlanke Zutatenliste und wenig Zucker. Seit heuer gibt es mit „Ich bin Wasser“ gar ein Getränk von Pona, das zu 90 Prozent aus Wasser mit nur wenig Geschmack aus Frucht oder Tee besteht. Und das Portfolio soll weiter wachsen. Auch für Investoren ist theoretisch noch Platz: Co-Founder und CEO Michael Plankensteiner gehören über seine Elysis GmbH noch rund 52 Prozent der Firma und Co-Founder Roland Haslehner ist mit rund 22 Prozent beteiligt.

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