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„Politik lässt Startups hängen“: Neuauflage des COVID-Hilfsfonds gefordert

Laura Egg, Geschäftsführerin der aaia. © Trending Topics
Laura Egg, Geschäftsführerin der aaia. © Trending Topics

Es gab bereits Petitionen, öffentliche Aufrufe und viele Kommentare – doch die Forderung von Vertretern der österreichischen Startup-Szene, den 2020 sehr erfolgreichen COVID-Startup-Hilfsfonds noch einmal aufzulegen, ist bislang bei der Politik auf taube Ohren gestoßen. „Österreichs Politik lässt die Startups hängen. Vor allem unverständlich ist, dass der Startup-Hilfsfonds nicht weiter bestehen bleibt“, so Laura Egg, Geschäftsführerin der Austrian Angel Investors Association (aaia), die die Interessen der wichtigsten Business Angels des Landes vertritt.

Noch einmal zur Erinnerung: Der Hilfsfonds für Startups war 2020 mit 50 Millionen Euro dotiert. Aus den Mitteln wurden Investments von Privaten mit staatlichen Geldern verdoppelt, was innerhalb weniger Monate rund 100 Millionen Euro und mehr in österreichische Tech-Jungfirmen spülte. Der Hilfsfonds war viel schneller leer, als viele dachten, weswegen gegen Ende 2020 die Rufe aus der Branche nach einer Neuauflage lauter wurden. Die AVCO, der Verband der Risikokapitalgeber in Österreich, forderte etwa ein Volumen von 150 Millionen Euro für diese Neuauflage.

150 Mio. Euro: Ruf nach neuem COVID-Startup-Hilfsfonds wird lauter

Runway-Fonds stößt auf wenig Gegenliebe

Währenddessen ist der zweite Tiel des Corona-Hilfspakets für Startups, der Runway-Fonds a.k.a. VC-Fonds mit staatlichen Garantien, immer noch nicht aktiv. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck sagte vor kurzem, dass sie erste Investments im bereits angebrochenen zweiten Quartal 2021 erwarte. Noch aber steht das ausgeschriebene Fonds-Management nicht fest.

Doch nach dem Runway-Fonds schreit nicht wirklich jemand, lieber wäre der Branche eine Neuauflage des anderen Instruments. „Der COVID-Startup-Hilfsfonds ist in der Geschichte der Startups in Österreich das bisher beste (staatliche) Instrument. Es wird privates Kapital angestoßen und gleichzeitig ist das Risiko für die öffentliche Hand ziemlich gering – schließlich muss das Geld von den Unternehmen ja zurückgezahlt werden, was alle erfolgreichen Projekte auch tun werden“, so Investor Hansi Hansmann, Präsident der aaia.

Der Verband verweist generell auf die beiden größten Länder der EU, Frankreich und Deutschland, die deutlich mehr Startup-Hilfen hätten springen lassen. In Deutschland würde es ein Fördervolumen von mehr als 500 Prozent pro Startup im Vergleich zu den österreichischen Unterstützungsmaßnahmen geben, in Frankreich mit seinem 4-Milliarden-Euro-Paket noch mehr. Um künftig mehr Druck auf die Regierung auszuüben, will die aaia gemeinsam mit der AVCO, der Jungen Wirtschaft und der Wirtschaftskammer ein neues Forderungspapier an die Politik im Rahmen der Vienna Up 21 veröffentlichen.

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