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The Impossible Project

Polaroid Originals: Von Österreicher mitgegründete Firma bringt die legendäre Sofortbildkamera zurück

Die OneStep 2 kostet 119 Euro. © Polaroid Originals
Die OneStep 2 kostet 119 Euro. © Polaroid Originals

Zehn Jahre ist es her, seit die letzte Polaroid-Kamera auf den Markt gekommen ist, vor neun Jahren wurde die Produktion der dafür notwendigen Filme eingestellt. Zwar wurde 2010 eine neue Kamera angekündigt, aber dann nie auf den Markt gebracht. Nein, in Zeiten von Digitalkameras, Smartphones und Instagram hat die 1937 gegründete Firma Polaroid nicht mehr an eine Zukunft seiner legendären Sofortbildfotografie geglaubt. Eine Gruppe von Unternehmern, darunter der Wiener Florian Kaps, allerdings schon. Unter dem Namen „The Impossible Project“ arbeiten sie seit 2008 daran, die quadratischen Analog-Schnappschüsse am Leben zu erhalten.

Nachdem sich „The Impossible Project“ vor Jahren Fabrik und Equipment von Polaroid gekauft hat, um den Liebhaber-Markt weiter mit den nötigen Filmen versorgen zu können, hat man jetzt den nächsten Schritt zur Wiederbelebung gesetzt: Das Team um den nunmehrigen CEO Oskar Smolokowski hat sich Anfang des Jahres den Marken- und IP-Rechte von Polaroid gesichert und tritt seit dieser Woche unter dem Namen „Polaroid Originals auf“.

Analoge Zukunft

 

Ab sofort kann man auch die erste Kamera bestellen: Die „OneStep 2“ kostet 119 Euro und wird Mitte Oktober ausgeliefert. Sie ist der vor 40 Jahren auf den Markt gekommenen „OneStep“ nachempfunden und kann mit allen i-Type- und 600-Filmen gefüttert werden. Die Filme gibt es natürlich ebenfalls in dem Online-Shop zu bestellen (8 Stück ab 16 Euro). Außer dass der Akku der Kamera per USB-Kabel geladen werden kann, hat das Gerät aber keine wesentlichen technischen Neuerungen gegenüber der 1977er-Cam zu bieten.

„Für uns ist diese Kamera mehr als nur ein neues Produkt. Sie repräsentiert unsere Zukunft“, so Smolokowski. „Sie repräsentiert das Potenzial, analoge Fotografie weiter als Medium zu entwickeln, Leute zusammenzubringen, um Momente festzuhalten, und um Kunst zu schaffen.“ Wie sich die Kamera verkaufen wird bleibt abzuwarten. In der Hipster-Szene, wo sich analoge Dinge wie Schallplatten oder Schreibmaschinen großer Beliebtheit erfreuen, könnte die „OneStep 2“ jedenfalls gut ankommen.

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