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PocketDefi: Grazer Mini-Defibrillator knackt Crowdfunding-Ziel von 100.000 Euro

So sieht der Prototyp des PocketDefi aus. © Liimtec
So sieht der Prototyp des PocketDefi aus. © Liimtec

Er ist 5 x 8 x 10 Zentimeter groß und wiegt 400 Gramm: Mit PocketDefi entwickelt das Grazer Startup Liimtec (das Kürzel steht für „Life Improving Technologies“) einen sehr kleinen Defibrillator, den Käufer einfach mit sich herumtragen können. Nach einem Investment im mittleren sechsstelligen Bereich im Sommer hat Liimtec diese Woche eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um mindestens 100.000 zusätzliche Euro einzusammeln.

Innerhalb von zwei Tagen hat die Firma von Gründer Jasper Ettema das Ziel erreicht. Rund 200 Unterstützer haben bis dato insgesamt rund 110.000 Euro in das Projekt gesteckt. Mit dem Geld soll die Serienüberleitung und die medizinische Zulassung bezahlt werden. Sollte noch mehr Geld zusammen kommen, könnte Liimtec das gerät auch mit Sprachausgaben für andere Länder oder einem Proximity Alert ausstatten.

Lebensretter um 700 Euro

Während der Crowdfunding-Kampagne können sich Interessenten den kleinen Defibrillator vergünstigt vorbestellen, regulär soll der PocketDefi rund 700 Euro kosten. Eine zugehörige App kommuniziert mit dem Gerät via Bluetooth und sorgt dafür, dass der PocketDefi immer am neuesten Stand ist oder informiert darüber, ob die Elektroden getauscht werden müssen.

Die Grundidee von PocketDefi ist, lebensrettende Laiengeräte mobil verfügbar zu machen. Gewicht, Größe und relativ günstiger des Geräts sollen es schaffen, mehr der Geräte zu verteilen. In Österreich sterben rund 10.000 Menschen jedes Jahr an Herzversagen. Reanimation und gezielte Stromstöße über Defibrillatoren innerhalb der ersten drei Minuten erhöhen die Überlebenschance bei Herzversagen um 80 Prozent.

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