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PlanRadar: Wiener PropTech-Startup gründet Töchter in UK und Kroatien

Mit dem iPad auf der Baustelle. © PlanRadar
Mit dem iPad auf der Baustelle. © PlanRadar

Eine SaaS-Lösung, mit der Baumängel und Aufgaben bei Bau- und Immobilienprojekten dokumentiert werden können – damit hat sich die Wiener Firma PlanRadar vom kleinen Startup zum international bekannten Anbieter für PropTech-Lösungen entwickelt. 3.500 Kunden aus 41 verschiedenen Ländern zählt das Unternehmen bereits, und die neuesten 2.000 davon sind in den vergangenen zwölf Monaten dazugekommen.

Nur Online-Vertrieb reicht nicht

Doch um den europäischen Markt zu betreuen, reicht es nicht, einfach nur Software in der Cloud anzubieten. PlanRadar konnte zwar über die digitalen Kanäle bereits Kunden aus 41 Ländern weltweit gewinnen, doch um Großunternehmen als Kunden zu gewinnen, braucht es Personal am Boden.

Um Großbritannien und Irland auf der einen und Südosteuropa auf der anderen Seite besser bearbeiten zu können, hat PlanRadar jetzt zwei Tochterunternehmen gegründet: die PlanRadar Limited in London und die PlanRadar d.o.o. in Zagreb. Von dort aus sollen sich neue Mitarbeiter um Vertrieb und die Kundenbetreuung kümmern – fünf in Großbritannien und vier in Kroatien. Die Produktentwicklung passiert weiter in Wien.

„Gerade unsere Branche, also die Bau- und Immobilienwirtschaft, ist noch sehr traditionell“, sagt PlanRadar-Mitgründer Sander van de Rijdt zu Trending Topics. „Wir können den Long Tail sehr gut über die Onlinekanäle abholen und haben hier auch Sales Cycles unter einen Monat, aber für die großen Corporates bedarf es der klassischen Vertriebskanäle. Wir erzielen mit der Kombination aller Werkzeuge die besten Ergebnisse.

„Brexit ist kein Hinderungsgrund“

„Der bevorstehende Brexit ist für uns kein Hinderungsgrund, die Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche auch im Vereinigten Königreich weiter voranzutreiben“, sagt Ibrahim Imam, Geschäftsführer und Mitgründer von PlanRadar. „Wir sehen aufgrund der zu erwartenden Engpässe bei Material und Fachpersonal sehr große Vorteile für britische Bauunternehmen, die durch Digitalisierungsprozesse ihre Effizienzpotenziale gegenüber der Konkurrenz anheben können.“ Um das starke Wachstum in Südosteuropa bewältigen zu können, gibt es dort nun vier Mitarbeiter.

Das Gründer-Team von PlanRadar (Domagoj Dolinsek, Clemens Hammerl, Ibrahim Imam, Constantin Köck und Sander van de Rijdt) konnte die Firma auf mittlerweile 54 Mitarbeiter aufstocken. Baufirmen zahlen einen monatlichen Betrag pro Nutzer, um die Software einsetzen zu können. „Das bestehende Geschäft lässt sich aus dem Cashflow finanzieren, wir haben ja bereits monatliche Umsätze im mittleren sechsstelligen Bereich und auch unser MRR wächst MoM knapp zweistellig“, so van de Rijdt.

Abhängig davon, wie schnell PlanRadar in UK und SEE in die Drehung kommt, plant die Wiener Firma für die nächsten Expansionsschritte mit weiteren Töchtern in bis zu 12 Regionen eine große Finanzierungsrunde in der zweiten Jahreshälfte von 2019.

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