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Planery: Linzer Zeiterfassungs-Startup verkauft nach sechsstelligem Investment auch Fingerprint-Sensoren

Fingerprint-Sensoren zur Zeiterfassung. © Planery
Fingerprint-Sensoren zur Zeiterfassung. © Planery

Ein nutzerfreundliches Online-Tool für Firmen zur Dienstplanung und Zeiterfassung der Mitarbeiter – mit dieser Idee ist das Linzer Startup Planery (Trending Topics berichtete) angetreten. Und hat jetzt den österreichischen Business Angel Johannes Siller (www.mapcon.at) davon überzeugt, einen kleinen sechsstelligen Betrag in die Jungfirma der drei Gründer Ilja Jochum (CEO), Matthias Rotter (CSO) und Alexander Kniewallner (CTO) zu pumpen.

„Das Kapital nutzen wir nun für den Aufbau von Mitarbeitern in der Entwicklung und im Sales“, sagt CEO Jochum. „Ebenso starten wir 2018 mit Marketing-Kampagnen und dem Vertrieb in der gesamten DACH-Region, weitere Länder und Sprachen sollen folgen.“ Gegen die vielfältige Konkurrenz – vom kostenlosen Google Kalender über Online-Anbieter wie Papershift, Planovo oder Shyftplan bis hin zu großen Software-Suiten – will sich Planery durch den Fokus auf die Mitarbeiter unterscheiden. Zusätzlich verkauft man mittlerweile auch Hardware an die Firmenkunden – was nicht ganz unproblematisch ist.

Fingerprint-Sensoren erfassen Zeit

Denn Planery bietet seinen Firmenkunden zusätzlich zum Online-Tool für die Dienstplanung auch Fingerprint-Sensoren für die genaue Zeiterfassung am Dienstort an. „Wir haben bereits Terminals im Einsatz. Sie werden auf Kundenwunsch zusammengestellt (Chip, Fingerprint, WLAN) und von uns zugekauft“, sagt Jochum. Einfach so darf ein Arbeitgeber solche Zeiterfassungsgeräte nicht im Betrieb installieren. „Für den Einsatz muss es eine Vereinbarung mit den Mitarbeitern geben. Dies ist aber meistens kein Problem“, so Jochum weiter.

Matthias Rotter (CSO), Ilja Jochum (CEO) und Alexander Kniewallner (CTO) von Planery. © Planery
Matthias Rotter (CSO), Ilja Jochum (CEO) und Alexander Kniewallner (CTO) von Planery. © Planery

Planery kostet für Firmenkunden je nach Umfang zwischen 3 und 21,50 Euro pro Monat und Mitarbeiter. Laut Jochum würden bis Ende des Jahres rund 1.000 Mitarbeiter über die Software erfasst werden. Unternehmen zwischen 3 und 500 Mitarbeitern seien derzeit Kunden.

Sillers nächstes Investment

Mit Johannes Siller hat Planery einen sehr umtriebigen Business Angel gewonnen. Der studierte Salzburger Wirtschaftsinformatiker hat in Leonding bei Linz im Jahr 2000 die Firma eBit gegründet, die ihm zu 100 Prozent gehört. Über seine Beteiligungsfirma Mapcon hat Siller sich mittlerweile an mehreren Dutzend Startups beteiligt. In seinem Portfolio finden sich etwa Frux, Rublys, Herosphere, waytation, Lecturize, Crosscloud oder Thrive for Email. Außerdem ist Siller Aktionär beim Business-Angel-Netzwerk startup300 AG und an Primecrowd beteiligt.

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