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Planery: Linzer Startup lässt Mitarbeiter über Apps Wünsche für den Dienstplan abgeben

Ilja Jochum (CEO), Matthias Rotter (CSO) und Alexander Kniewallner (CTO) von Planery. © Planery
Ilja Jochum (CEO), Matthias Rotter (CSO) und Alexander Kniewallner (CTO) von Planery. © Planery

Es gehört zu den leidigen Themen in Firmen, die korrekt umgesetzt werden müssen: Die Dienstplanung und Zeiterfassung für die Mitarbeiter. Mit einer kostenpflichtigen Online-Software will das Linzer Startup Planery, das gemeinsam mit anderen Jungfirmen wie Storyclash, Usersnap, Fretello oder myAlfred in der Neuen Werft sitzt, diese Angelegenheit vereinfachen. Die drei Gründer Ilja Jochum (CEO), Matthias Rotter (CSO) und Alexander Kniewallner (CTO) bieten Firmenkunden eine Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) an, die pro Monat und Mitarbeiter je nach Funktionsumfang zwischen drei und 21,50 Euro kostet.

„Unsere Zielgruppe sind Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern in den Branchen Einzelhandel, Gastronomie sowie Beherbergung“, sagt Mitgründer Kniewallner. Urlaub, Zeitausgleich, Krankmeldungen oder individuell Wünsche der Mitarbeiter könnten mit Planery einfach erfasst werden, außerdem könne man mit der Software neue Pläne auf Basis der alten Pläne leicht anlegen. Für die Mitarbeiter selbst gibt es eigene Smartphone-Apps (für iPhone und Android), die sie aktuelle Dienste einsehen und neue Wünsche abgeben lassen. Push Notifications informieren sie außerdem, sollte es zu einer Änderung der Dienste kommen.

© Planery
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Warum nicht mit Google oder Excel?

Von Tools wie Google Kalender will sich Planery konkret unterscheiden: „Google Kalender bietet jedem den Zugriff auf alle Dienste. Mit Planery sieht ein Mitarbeiter nur die Information die er sehen muss“, sagt Kniewallner. Besonders wichtig sei, dass die Software die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich berücksichtigt: „Wir können immer anzeigen, ob ein Mitarbeiter in einer Woche Überstunden macht. Hinweise zu den rechtlichen Rahmenbedingungen helfen unseren Kunden, rechtlich konforme Dienstpläne zu erstellen und hohe Strafen bei Verletzungen des Arbeitszeitgesetzes zu vermeiden. Diese Strafen belaufen sich auf mehrere tausend Euro pro Fall.“

Die Planery-Software läuft derzeit in der Cloud, „on premise“ (also eigenen Servern) lässt sie sich nicht installieren. Das hätte aber Vorteile, argumentiert Kniewallner: „Dadurch können wir unseren Kunden fortlaufende Aktualisierungen, eine weltweite Erreichbarkeit sowie eine Kostenersparnis bieten.“ Im Unterschied zu Excel seien die Dienstpläne immer am aktuellen Stand und via Web und Apps abrufbar, so müssten die Pläne nicht ausgedruckt oder immer wieder neu verschickt werden. Bis dato haben sich rund 100 Unternehmen für die kostenlose, 14-tägige Testphase angemeldet, einige zahlende Kunden hätte man auch schon. Ein Zuckerl für jene, die das teuerste Paket ein Jahr lang nehmen: Die anschließende Lohn- und Gehaltsabrechnung wird von einem Planery-Partner durchgeführt und im Preis inkludiert.

Viele Konkurrenten

Die Idee, Dienstpläne in der Cloud zu verwalten, hatte Planery nicht alleine. Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern (z.B. „Alex“ von der BitFactory, Papershift, Planovo, Shyftplan), mit denen Planery um den Markt ringt. Mit einer besseren Usability und dem Fokus auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter (sie können über die Software wie erwähnt Wünsche abgeben). Die im April 2017 gestartete Firma steht noch im Besitz der drei Gründer, aktuell beginnen sie, sich nach Investoren umzusehen.

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