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Pimotti: Das Pizzastein-Startup aus Hallein

Der Pimotti Pizzastein im Rohr bei "2 Minuten 2 Millionen". © Gerry Frank
Der Pimotti Pizzastein im Rohr bei "2 Minuten 2 Millionen". © Gerry Frank

Das Halleiner Unternehmen Pimotti hat den Hype um knusprig-dünne, italienische Pizze schon 2012 erkannt und ist seither gut im Geschäft: Vergangenes Jahr hat Pimotti rund 10.000 mehrere Kilogramm schwere Steine verkauft, die ein Durchschnitts-Backrohr in einen Pizzaofen verwandeln. Das funktioniert so: Der je nach Modell mehrere Zentimeter dicke Stein wird im Rohr auf rund 300 Grad aufgeheizt – das kann bis zu einer dreiviertel Stunde dauern. Durch die hohe Temperatur des Steines wird die Pizza in wenigen Minuten knusprig durchgebacken.

Kein billiger China-Stein

Pimotti ist keineswegs der Erfinder dieses Backrohr-Upgrades. Der Unterschied liegt aber im Material. „Etwa 80 Prozent der Anbieter verwenden billigen Corderit aus China“, sagt Co-Founder Jürgen Amrusch im Gespräch mit Trending Topics. Der Pimotti-Stein ist aus Schamott, ein Stein, der auch in Profi-Pizzaöfen zum Einsatz kommt. „Wir haben lange nach einem Hersteller gesucht und Oberfläche und Material immer weiterentwickelt“, sagt Amrusch. Im Unterschied zu vielen Billig-Angeboten ist Pimottis Schamott lebensmittelecht. „Ich will nicht wissen, was in so manchem China-Stein drinnen ist“, so Amrusch. Die höhere Qualität schlägt sich auch im Preis nieder: Je nach Dicke liegt der Preis zwischen rund 45 Euro und rund 70 Euro.

Auf die Idee gekommen, Pizzasteine zu verkaufen, ist eigentlich Amruschs Kollege Alexander Hocevar. „Wir kochen beide gerne und Alexander hat nach einer Möglichkeit gesucht, daheim wirklich gute Pizza zu backen“, erzählt Amrusch. Mit den erhältlichen Steinen waren die beiden Hobbyköche unzufrieden und machten sich selbst auf die Suche. „Wir haben 20 Steine gekauft, die Pizzaschaufel mit einer Stichsäge ausgeschnitten und geschaut, ob wir das verkaufen können“. Die ersten 20 Steine waren in zwei Monaten verkauft. Die beiden Pimotti-Gründer meldeten sich dann bei Amazon an und nach sechs Monaten nahm der große Online-Händler den Stein auch in das eigene Verkaufsprogramm auf.

Pimotti soll mit Pizzabacken gleichgesetzt werden

Amazon ist nach wie vor der Hauptvertriebskanal, aber Amrusch und Hocevar wollen auch andere Standbeine aufbauen. „Wir wollen in den Einzelhandel – etwa zu Interspar oder in die Baumärkte“, sagt Amrusch. Auch die Expansion nach Europa steht am Plan. „Es läuft sehr gut, aber wir sind bei der Vertriebs-Expansion an unsere Grenzen gestoßen“, erklärt Amrusch die Teilnahme bei der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“. Langfristiges Ziel sei es, dass „Pimotti mit Pizzamachen gleichgesetzt wird“. Dazu setzt das Jungunternehmen auf Community-Building. Demnächst soll eine App veröffentlicht werden, mit der Nutzer „Pizzaevents“ planen können. Die App berechnet laut Amrusch eine Einkaufsliste und einen Zeitplan, damit mit dem Pimotti-Pizzastein auch für mehrere Gäste aufgekocht werden kann.

 

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