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PHÖNIX Gründerpreis: Die großen Gewinner:innen des Awards stehen fest

Henrietta Egerth (FFG), Margarete Schramböck, (BMDW), Heinz Faßmann (BMBWF), Edeltraud Stiftinger (aws). © www.annarauchenberger.com / Anna Rauchenberger

Die besten Startups, Spin-offs, Prototypen und Female Entrepreneurs des Landes stehen fest. Bereits zum siebten Mal wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) der PHÖNIX Gründerpreis veranstaltet, um die besten Gründer des Landes auszuzeichnen. Dieses Jahr ging es vor allem darum, das Potenzial von Frauen in Hightech-Gründungen besonders sichtbar zu machen.

In der aktuellen Runde des Gründerpreises waren 17 Projektteams aus insgesamt 180 Einreichungen (so viele wie noch nie zuvor) für den Award nominiert. Die Gewinner heißen markta (Startup), Evelyn Haslinger von Symflower (Female Entrepreneur), Parity QC (Spin-off) und Carbofeed (Prototyp), mehr dazu weiter unten.

„Standortrelevante Innovation“

„Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage zeigt sich die besondere Bedeutung von standortrelevanter Innovation. Diese Projekte sichern nachhaltig den Standort und geben im internationalen Wettbewerb eine hervorragende Perspektive“, sagte Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, anlässlich der Bekanntgabe der Siegerteams, bei einer Pressekonferenz im Wiener Talent Garden.

„Der Gründerpreis PHÖNIX zeigt heuer erneut eindrucksvoll die Ergebnisse des akademischen Wissens- und Technologietransfers. Die Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger sind nicht nur international hoch-innovativ, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich. Bei der Forcierung von Entrepreneurship sind wir auf dem richtigen Weg und wir werden die Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiterhin aktiv dabei unterstützen, ihre Innovationen in Produkte und Dienstleistungen umzuwandeln“, so Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Preisverleihung vor Journalistinnen und Journalisten.

 

Startup des Jahres:
markta

markta-Gründerin Theresa Imre. © markta
markta-Gründerin Theresa Imre. © markta

Sie ist mit ihrem Team nicht mehr aus der österreichischen Startup-Szene wegzudenken: Theresa Imre hat mit markta einen digitalen Bauernmarkt aufgebaut, der kleine unabhängige Produzenten von Lebensmitteln direkt mit Konsumenten in der Stadt verbindet. In dem Online-Shop können seit März 2018 eine breite Auswahl an regionalen Produkten bei mehr als 450 Betrieben in ganz Österreich bestellt werden. Ziel ist, regionale Lebensmittelproduzenten zu stärken und ihnen eine digitalen Vertriebskanal anzubieten.

In den letzten Jahren ist Imre mit ihrem Team von Erfolg zu Erfolg geeilt. Im Krisenjahr 2020 sind die Bestellungen auf der Plattform durch die Decke gegangen, im Frühling und Sommer 2020 konnte sich markta dann auch noch insgesamt 600.000 Euro über zwei Crowdfunding-Kampagnen holen, es folgten zahlreiche Auftritte in den Medien und Termine mit Minister:innen. Per Franchise-System soll markta 2021 nach Wien auch in andere österreichische Städte kommen.

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Female Entrepreneur des Jahres:
Evelyn Haslinger, Symflower

Evelyn Haslinger, Symflower. © Symflower
Evelyn Haslinger, Symflower. © Symflower

Evelyn Haslinger hat gemeinsam mit Markus Zimmermann in Linz das Startup Symflower gegründet, das sich auf die Jagd nach Software-Fehlern macht. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und mathematischen Modellen generiert Symflower automatisierte Tests an jeder Art von Softwareentwicklung.  Fehler, Leistungs- und Sicherheitsprobleme im Quellcode können so ohne menschliches Zutun 1000 Mal schneller und 100 Mal genauer aufgedeckt werden.

Symflower kann so großen Unternehmen, die immer mehr ihrer Produkte und Prozesse digitalisieren, dabei helfen, bis zu 30 Prozent der Entwicklungszeit einzusparen. In einer ersten Finanzierungsrunde sind prominente Investoren 2019 bei Symflower mit einer halben Million Euro eingestiegen.

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Spin-off des Jahres:
Parity QC

Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser von ParityQC. © ParityQC
Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser von ParityQC. © ParityQC

Von Tirol aus hat es Parity Quantum Computing GmbH, kurz ParityQC, geschafft, im weltweiten Rennen um den Quanten-Computer eine tragende Rolle zu spielen. Das Spin-off der Universität Innsbruck und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat eine unabhängige Hardware-Architektur und Software in Entwicklung, auf deren Basis andere Unternehmen die Superrechner der Zukunft bauen können. Das Tiroler Startup liefert also die Blaupause für die Superrechner der Zukunft.

Anfang 2021 konnte ParityQC beim japanischen Elektronikriesen NEC punkten, mit dem gemeinsam bis 2023 ein skalierbare, praktisch nutzbarer Quanten-Annealer gebaut werden soll. Die beiden Köpfe hinter dem Spin-off sind Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser, die die Firma Anfang 2020 aus der Taufe hoben. Investoren haben sich die beiden ebenfalls an Bord geholt.

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Prototyp des Jahres:
Universität für Bodenkultur Wien – Carbofeed

© Carbofeed
© Carbofeed

Kohlendioxid zu Tierfutter machen: Unter dem Projektnamen CarboFeed forschen Thomas Gaßler und Michael Egermeier daran, wie sie eiweißreiches, hochwertiges Tierfutter oder Futtermittel-Zusatzstoffe aus Biomasse herstellen können, welche wiederum mittels eines Hefestamms aus CO2 gewonnen wird. Dieser Prozess weist eine CO2-negative Klimabilanz auf und könnte so die Produktion von Fleisch revolutionieren.

Denn: Die Fleischindustrie benötigt zur Fütterung der Schlachttiere große Mengen an Soja sowie enorme landwirtschaftliche Flächen für den Anbau von Futterpflanzen. In Österreich werden jährlich etwa 600.000 Tonnen Soja importiert. Mit CarboFeed nun kann nun CO2 als günstige Rohstoffquelle eingesetzt werden. Als Hauptmarkt wird der österreichische und europäische Futtermittelmarkt und lokal produzierende Unternehmen anvisiert.

Gründerpreis PHÖNIX: Diese Prototypen stehen im großen Finale

Der Gründerpreis ist somit eine Leistungsschau der österreichischen Gründerszene geworden. „Viele Startups und Spin-offs stehen aktuell vor besonderen Herausforderungen. Umso mehr freut es uns, dass der Gründerpreis PHÖNIX die herausragenden Leistungen dieser innovativen Unternehmen ins Rampenlicht rückt. Denn diese Entwicklungen leisten nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum eigenen Geschäftserfolg, sondern auch einen positiven und nachhaltigen Beitrag für den gesamten Standort. „, sagte aws-Geschäftsführerin Edeltraud Stiftinger.

„Besonders freut uns, dass 90 Prozent der PHÖNIX-Nominierten von der FFG in einem oder mehreren Förderprogrammen unterstützt werden. Das ist ein Indikator dafür, dass Forschungsaktivitäten wichtiger denn je sind. Innovative Unternehmerinnen und Unternehmer zeigen, wie man die Krise mit Kreativität und Innovationskraft nicht nur schneller und besser bewältigt, sondern auch zu einem klaren Vorteil im internationalen Wettbewerb nutzen kann“, so Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der FFG.

Die Preise

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Trophäen, Urkunden und Reisegutscheine bzw. wird ihnen eine Teilnahme an einem internationalen oder nationalen Fachevent – vor Ort oder auch digital – ermöglicht. Zusätzlich werden sie durch eine Presse- und Medienkooperationen des BMDW und BMBWF begleitet, wodurch die ausgezeichneten Technologien und Ideen in Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar gemacht werden.

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