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Phönix: Diese 5 Startups haben den Gründerpreis Österreichs erhalten

Die Sieger des Phönix Gründerpreises © aws/Martin Lusser
Die Sieger des Phönix Gründerpreises © aws/Martin Lusser

Im Auftrag von Bildungs- und Wirtschaftsministerium werden seit fünf Jahren die besten Starups, Spin-offs und Prototypen das Landes ausgezeichnet. Auch heuer wurden in fünf Kategorien Jungunternehmen mit dem Preis bedacht, der neben Urkunde und Trophäe auch die Finanzierung einer Teilnahme bei einem internationalen oder nationalen Fachevent im Wert von 5.000 Euro umfasst.

An der Schnittstelle Forschung und Wirtschaft

„Der Österreichische Gründungspreis zeigt eindrucksvoll die exzellenten Forschungsleistungen und das große Innovationspotenzial an österreichischen Universitäten und Forschungseinrichtungen“, so Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Organisiert wird der Phönix vom aws in Kooperation mit FFG und Industriellenvereinigung. „Von der Idee bis zur Umsetzung ist es oft ein langer Weg. Neben Forschergeist braucht es auch unternehmerisches Können und Mut, Risiken einzugehen. Die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen das große Potenzial auf, das diesbezüglich in unserer Gesellschaft steckt“, sagt IV-Präsident Georg Kapsch. „Um zukunftsfit zu bleiben, muss es uns auch noch besser gelingen, Forschungsergebnisse durch einen gestärkten Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiterzuentwickeln und in die Umsetzung zu bringen“.

Diese 5 Jungunternehmen haben den Phönix Gründerpreis erhalten:

Talentify in der Kategorie Business

Das Tullner Startup Talentify versteht sich als Sozialunternehmen mit dem Ziel, eine schulübergreifende Lern-Plattform für Schüler zu schaffen. Jüngere Schüler sollen über die Webseite und über Apps ältere Schüler als Nachhilfe finden und mit ihnen chatten können. Zusätzlich bietet das Jungunternehmen Firmen eine Plattform, auf der sie Berufseinsteiger finden können.

PhagoMed in der Kategorie Startup International

Das Wiener BioTech PhagoMed entwickelt eine alternative Therapie gegen antibiotikaresistente Bakterien. Die Behandlungsform basiert auf der Etablierung spezieller Viren (Phagen). Phagen sind Viren, die ausschließlich Bakterien befallen und zerstören. PhagoMed hat heuer mehr als 4 Millionen Euro an Förderungen und Investmentkapital aufgenommen – unter anderem von aws und FFG.

UriSalt in der Kategorie Frauen

Gerda Fuhrmann ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin von UriSalt und hat den Phönix in der Kategorie Frauen entgegengenommen. Das Tiroler Startup hat einen nicht-invasiven Point-of-Care-Test in Form eines Handgeräts entwickelt, der dafür gedacht ist, den Natriumhaushalt eines Menschen schnell analysieren zu können. Das liefert Rückschlüsse auf den Patienten, da Menschen mit Bluthochdruck zu viel Natrium, Personen mit Mukoviszidose zu wenig Natrium im Körper haben. Bisher brauchte medizinisches Personal in aufwändigeren Tests einige Zeit dafür.

Blue Danube Robotics in der Kategorie Spin-off

Das Wiener Unternehmen Blue Danube Robotics ist ein Spin-off der TU Wien. Bekannt geworden ist die Firma mit Airskin, einer robusten, drucksensitven Oberfläche, die wie eine Haut direkt am Roboter montiert wird. Diese Haut ist mit Luft gefüllt und erkennt schon bei sanfter Berührung den Kontakt zu einem Objekt oder einer Person im Weg und stoppt sofort die Bewegung des Roboters. Das erlaubt es, auf Schutzzäune in Fertigungsstätten zu verzichten, die zuvor notwendig waren, um Menschen vor den Robotern zu schützen.

Angel Valve in der Kategorie Prototyp

Das Projekt von Gründer Werner Mohl entwickelt eine minimal-invasiven Mitralklappenkorrektur für Herzklappen. Derzeit handelt es sich bei Mitralklappeninsuffizienz um eine sehr komplizierte Operation, für die die meisten Patienten bereits zu schwach sind. Die Lösung von Angel Valve ist ein kleiner Klip, der ohne großen Eingriff in den Körper eingeführt werden kann. In den nächsten drei Jahren sind Studien an Tieren und Menschen geplant.

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