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PayPal erwartet, dass sich staatliche Digitalwährungen durchsetzen

© PayPal
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361 Millionen aktive Accounts, in Anstieg des Transaktionsvolumens im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 247 Milliarden Dollar und ein Umsatzplus von 25 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Dollar: PayPal kann sich im Corona-Jahr nicht wirklich über die Lage beschweren. Und trotzdem ist der Kurs des Bezahldienstes aus den USA nach der Präsentation der neuesten Quartalszahlen zuerst leicht eingeknickt, um sich dann wieder ins Plus zu retten.

PayPal-CEO Dan Shulman hinderte das nicht daran, ein wenig in die Zukunft zu blicken. Und in der Zukunft von PayPal werden Krypto-Assets eine große Rolle spielen. Die ersten US-Nutzer haben bereits die Möglichkeit, über ihren PayPal-Account Kryptowährungen (BTC, ETH, BCH und LTC) zu kaufen und auch wieder zu verkaufen. Doch 2021 soll dieses neue Geschäft, bei dem das börsennotierte Unternehmen Wechselgebühren verdienen kann, so richtig anlaufen.

Eine Frage des Wann und nicht des Ob

Denn dann werden auch Nutzer außerhalb der USA die Gelegenheit bekommen, bei PayPal Bitcoin, Ether und Co. kaufen zu können – und sie werden mit den Coins und Tokens in ihren Wallets auch gleich bei Händlern, die PayPal als Bezahlungsart integriert haben, ihre Rechnung begleichen können. Viele Beobachter der Krypto-Branche gehen davon aus, dass das die Massentauglichkeit von Crypto-Assets ordentlich beschleunigen wird.

PayPal wiederum geht davon aus, dass zu den derzeit privaten Anbietern von Kryptowährungen bald auch staatliche dazukommen werden. „Es steht außer Frage, dass digitale Währungen immer wichtiger werden, immer mehr Funktionalität haben und immer mehr an Bedeutung gewinnen werden“, so PayPal-Boss Shulman. „Bei CBDCs geht es darum, wann und wie sie gemacht werden, und nicht ob.“

Mit CBDCs wird abgekürzt digitale Zentralbankgeld bezeichnet („Central Bank Digital Currencies“). In China sind die Pläne für einen digitalen Yuan bereits weit fortgeschritten, in Südkorea, Japan und der EU werden ähnliche Pläne mittlerweile sehr ernsthaft verfolgt (Trending Topics berichtete). PayPal geht nun davon aus, dass es als einer der wichtigsten Zahlungsdienstleister im Netz wesentlich dazu beitragen wird können, die Akzeptanz und Verbreitung von CBDCs zu fördern.

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