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210 Millionen Euro

Passwort vergessen: Früherer Ripple-CTO verliert mindestens 7.002 Bitcoins

Bitcoins. © Pixabay
Bitcoins. © Pixabay

7.002 Bitcoins im Wert von aktuell etwa 210 Millionen Euro besitzt Stefan Thomas, früherer CTO bei Ripple. Das Problem: Das digitale Vermögen liegt auf einer Festplatte, deren Passwort Thomas vergessen hat. Bitter genug, könnte die „verlorene“ Summe noch steigen – der aktuelle Ripple-CTO David Schwartz behauptet nämlich, Thomas habe zusätzlich noch „hunderte von Konten mit 1,0 BTC erstellt“.

Hunderte Testkonten mit Bitcoins

Ein Bitcoin ist Stand Montag Früh etwa 30.000 Euro wert. Die Konten mit je einem Bitcoin habe der frühere Ripple-CTO erstellt, „weil das die schnellste und am einfachsten zu tippende Zahl“ für seine Experimente war, berichtet Cointelegraph. Schwartz bestätigte auch, dass die Geschichte, wonach Stefan Thomas das Passwort zu einer verschlüsselten Festplatte mit Tausenden von Bitcoin vergessen hatte, wahr sei. Damit aber nicht genug, dürften noch mehr Bitcoin verloren gegangen sein. Wie Schwartz gegenüber Cointelegraph erzählte, habe sein Vorgänger die Entwicklung einer Javascript-Bibliothek für Bitcoin getestet, indem er echte Münzen verwendete. Der Preis lag damals allerdings bei  weit unter einem Dollar pro Bitcoin. „Er hat wahrscheinlich Hunderte solcher Konten erstellt, von denen er die Schlüssel nicht behalten hat, weil sie nur für schnelle Experimente waren. Jedes dieser Konten ist heute etwa 38.000 Dollar wert“, meint Schwartz.

Noch zwei Versuche

Letztlich ist aber auch das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, verglichen zu dem Vermögen, dass Stefan Thomas  – sofern er das Passwort findet – abholen könnte. In den letzten Tagen drehte die Story bereits ihre Runden in den Medien: Thomas hatte die IronKey-Festplatte, die den Schlüssel für die Wallet enthalt, mit einem Passwort versehen. Das Problem: Er hat bereits „vor Jahren“ das Papier verloren , auf dem er das Passwort für seinen IronKey aufgeschrieben hat. Zusätzlich lässt IronKey lediglich zehn Versuche zu, bevor der Inhalt für immer verschlüsselt wird. Stefan Thomas hat bereits acht erfolglose Versuche unternommen, zwei Versuche bleiben ihm also noch, schreibt die New York Times.

Viele verlorene Millionen

Erhalten hatte er die Bitcoins als Belohnung für einen Arbeitsauftrag – vor Jahren, als Bitcoin noch deutlich weniger bekannt war und dementsprechend oft auf Festplatten ein Nischendasein fristete. Laut New York Times und Chainalysis, einer Datenfirma mit Schwerpunkt Kryptowährungen, liegen etwa 20 Prozent aller Bitcoins in verlorenen oder „gestrandeten“ Wallets. Das wären umgerechnet etwa 140 Milliarden US-Dollar. Über 200 Millionen davon betreffen Stefan Thomas. Der zeigt sich mittlerweile aber entspannt – was auch leichter sein dürfte, wenn man weiß, dass er auch Bitcoin „behalten“ hat – oder zumindest nicht verloren. Zudem habe er in seiner Zeit bei Ripple auch XRP bekommen (die kämpfen allerdings ebenfalls mit Schwierigkeiten). So oder so habe er aber genug Geld, um nicht zu wissen, „was er damit anfangen soll“, meinte er gegenüber der NYT.

Die ursprüngliche Idee von Bitcoin ist so gut wie tot.

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