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Gesteigerte Nachfrage

Panasonic und Toyota gründen Joint Venture zur Batterieentwicklung

© Cicero7 auf Pixabay
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Toyota und Panasonic gründen ein Joint Venture, das ab April 2020 an der Entwicklung von Batterien arbeiten soll. Die beiden japanischen Unternehmen rechnen mit einer gesteigerten Nachfrage. Die Batterien will man an alle Autohersteller verkaufen  – darunter auch weiterhin Tesla.

Das Joint Venture wird den nicht unbedingt leicht von der Zunge gehenden Namen „Prime Planet Energy and Solutions“ tragen. Erklärtes Ziel ist es, prismatisch geformte Batterien zu entwickeln. Am ersten April startet das neue Unternehmen mit über 5.000 Angestellten. Toyota hält 51 Prozent des Joint Ventures, Panasonic die übrigen 49 Prozent der Anteile.

Erklärtes Ziel: Wachsen

Laut Reuters wollen die beiden neuen Partner mit diesem Schritt vor allem größere Player in der Autobatterie-Industrie werden. Man erhofft sich davon auch eine raschere Weiterentwicklung in Richtung leistbare Batterien, was in Kombination mit den strengeren Umweltvorschriften wiederum den Umstieg auf umweltfreundlichere Autos beschleunigen soll.

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„Von Batterien wird erwartet, dass sie als Lösungen für die Energieversorgung von Kraftfahrzeugen und verschiedenen anderen Mobilitätsformen sowie als Lösungen für verschiedene Arten von Umweltproblemen in Zukunft eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen“, hieß es in einer Erklärung der beiden Unternehmen.

Hoffnungsträger prismatische Batterie

Panasonic lieferte lange Zeit exklusiv zylindrische Batterien für Tesla. Tesla wiederum arbeitet nun auch mit anderen Herstellern zusammen. In der Branche sind  vor allem prismatische Batterien verbreitet, weshalb Panasonic nun versucht, die eigene Kundenliste zu erweitern. Den prismatischen Energiespendern bescheinigen Experten hohes Potenzial.

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Das Fraunhofer Institut schreibt beispielsweise in seiner Studie „Entwicklungsperspektiven für Zellformate von Litium-Ionen-Batterien in der Elektromobilität“: „Für die prismatischen Zellen wird deutlich, welche Entwicklungspotenziale zukünftig für diese Technologie bestehen könnten: von über 400 Wh/l (2017) bis hin zu 700–850Wh/l bis zum Jahr 2025, während die Erwartungen aus Literaturangaben von 200 bis 500Wh/l in diesem Zeitraum reichen.“ Wh/l gibt die volumenbezogene Energiedichte an.

Toyota will bis zum Jahr 2025 die Hälfte des Umsatzes mit Elektroautos erwirtschaften. Panasonic und Toyota arbeiten bereits seit 1996 bei der Batterieforschung zusammen.

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