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Oxxxo, der Pups-Filter: „Es ist ein Hygieneartikel so wie ein Taschentuch“

Leopold Trimmel, der Erfinder von Oxxxo. © Gerry Frank Photography 2018
Leopold Trimmel, der Erfinder von Oxxxo. © Gerry Frank Photography 2018

„Es gibt seit vielen Jahren Bestrebungen, dieses Problem in den Griff zu kriegen, aber bis dato ist nichts massentauglich.“ Was manche als Skurrilität abtun, will der Niederösterreicher Leopold Trimmel zum Massenprodukt machen. Der Oxxxo Bodykat (kurz für Katalysator) ist tatsächlich ein Pups-Filter, den sich Konsumenten in den Anus einführen sollen, um unangenehmen Gerüchen vorzubeugen.

Bereits 1976 hatte Trimmel, wie er im Gespräch mit Trending Topics sagt, die Idee zu dem Körper-Filter. „Es ist ein Hygieneartikel so wie ein Taschentuch. Wenn einer Schnupfen hat oder sich den Schweiß wegwischt, dann findet das auch keiner seltsam“, sagt der Erfinder, der früher im Vertrieb tätig war. „Diese Gasbildung sehen manche als Fehlfunktion des Körpers, aber es ist ein völlig natürlicher Prozess. Ihn zu unterdrücken, ruft aber nur Probleme hervor.“

Unangenehmen Gerüchen vorbeugen

Seit vielen Jahren arbeitet Trimmel an dem Geruchsfilter, in die Produktion hat es Oxxxo bisher noch nicht geschafft. Und das, obwohl die Nachfrage doch theoretisch sehr groß sein müsste. Pro Tag pupst ein Mensch im Schnitt 20 Mal, doch das Thema ist weitgehend tabuisiert. Um Mitmenschen vor unangenehmen Gerüchen (z.B. im Aufzug) zu schützen, könne man sich den Bodykat ähnlich wie ein Tampon einführen. „Nachdem man es einsetzt, bemerkt man es nicht mehr“, sagt Trimmel. Die Entfernung des Pups-Filters, der aus Zellulose-Faser gemacht werden soll, ist denkbar einfach: Man scheidet ihn einfach beim nächsten Stuhlgang wieder aus.

„Das Projekt ist soweit abgeschlossen, aber produzieren kann ich noch nicht, weil mir das Geld für die Vorfinanzierung fehlt“, sagt Trimmel heute. Er müsse mindestens 30.000 Packungen à 10 Stück bei einem Produzenten in Auftrag geben, doch dazu fehlen bis dato das Kapital bzw. die Vorbestellungen. Doch Trimmel glaubt fest an das Marktpotenzial, denn gerade bei älteren Menschen gebe es viele, die an Schließmuskelschwäche oder Darmträgheit leiden. Ihm zufolge käme jeder in Frage, der auch Klopapier benutzt. „Der Filter wirkt bei jedem, egal ob man oder Frau, dick oder dünn, und egal bei welchen Ernährungsgewohnheiten“, meint er.

Noch nicht in Produktion gegangen

Wirklich getestet haben Oxxxo nur wenige Menschen neben dem Niederösterreicher, doch das Feedback sei gut gewesen. „Ich hätte schon viele verkaufen können“, sagt Trimmel, doch mangels Produktion sei das bisher noch nicht möglich gewesen. Er kalkuliert mit 1,50 Euro pro Stück, verkaufen will er in 10er-Packs. „Ich suche schon immer nach Lösungen, und diese Idee hat mich nie losgelassen.“

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