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Open Networks aus Wien: 100% Übernahme von Bechtle IT-Systemhaus

Das Gründungs-Team von Open Networks 2008. Oben Networks
Das Gründungs-Team von Open Networks 2008. Oben Networks

Es gibt den nächsten Exit einer IT-Firma in Österreich. Soeben hat die 2008 gegründete Open Networks aus Wien bekannt gegeben, dass sie zu 100 Prozent von Bechtle IT-Systemhaus übernommen wird. Bechtle, mit dutzenden Standorten in der D-A-CH-Region vertreten, will seine Position am Markt stärken und das Portfolio in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk ausbauen. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

Zum Kaufpreis des Wiener Unternehmens gibt es keine Informationen. Geht man aber nach in der IT-Welt gängigen Umsatz-Multiples, dürfte es sich um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag handeln. Denn der 2008 gegründete IT-Dienstleister beschäftigt derzeit 25 Mitarbeitende und erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von rund 12,5 Millionen Euro. Das entspricht 500.000 Euro pro Mitarbeiter.

Open Networks soll für seine Kunden vorläufig unverändert da sein. Aber mittelfristig ist geplant, die Aktivitäten von Open Networks vollständig in die Wiener Geschäftsstelle von Bechtle zu integrieren Der bisherige Geschäftsführer und Unternehmensmitgründer Daniel Knözinger bleibt in gleicher Funktion tätig, mit Markus Huber und Florian Pressler sind zwei weitere Mitgründer ebenfalls unverändert an Bord. Bechtle ist in Österreich an sieben Standorten vertreten, Open networks verstärkt nun jenen in der Hauptstadt.

IT-Infrastruktur als Wachstumsmarkt

„Unser Fokus lag von Beginn an auf hochqualitativen Dienstleistungen zu komplexen Technologien und Produkten. Unsere Kunden profitieren künftig wechselseitig von dieser zukunftsorientierten Partnerschaft durch mehr Know-how, Dienstleistungen und Innovationen“, so Knözinger in einer Aussendung. Bechtle erwartet sich künftig die „Realisierung von IT-Infrastrukturlösungen und Professional Services“ und baut auch stark auf die Zertifizierungen, die Open networks über die Jahre bekommen hat, unter anderem von Herstellern wie Cisco, F5, Barracuda und Red Hat.

Open Networks wurde 2008 von Daniel Knözinger, Markus Huber, Florian Pressler, Stefan Menz und der Isarnet AG gegründet. Die Gründer waren davor in mehreren anderen IT-Unternehmen tätig – Menz gründete bereits 1989 die Open Systems GmbH, einem Internet-Pionier in Österreich.

Es ist nicht die erste Übernahme, die Bechtle in Österreich tätigt. Wie berichtet wurde im vergangenen Jahr die Linzer Software-Firma dataformers, die 2009 gegründet wurde, von dem deutschen börsennotierten IT-Dienstleister übernommen.

Linzer Software-Firma dataformers macht den Exit nach Deutschland

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