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Studie

Online Banking: Bequeme Nutzung und Sicherheit ist Verbrauchern wichtiger als Kosten

© Mastercard

Österreicher gelten als die Bargeld-Liebhaber unter den Europäern. Das wird sich in Zukunft ändern. Vor allem Banking über das Handy liegt im Trend. Denn es ist bequem und einfach.

Eine leichte Bedienung der Services gilt für 71 Prozent der Österreicher als der Hauptgrund für mobiles Bezahlen, geht aus einer Studie von Mastercard und IPSOS hervor. Mit 69 Prozent liegt die Bequemlichkeit auf Platz zwei. Interessanterweise waren den meisten Gebühren egal. Nur zwölf Prozent gaben Kosteneffizienz als Grund für digitale Zahlungsanwendung an.

Mehr als die Hälfte der Österreicher zahlen über das Handy

Damit ist es kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der Österreich zum Smartphone greifen um ihr Finanzen zu regeln. Im Vergleich zum Jahr 2016 stieg die Handy-Nutzung um 13 Prozentpunkte auf 58 Prozent an.

„Wir bieten digitale Lösungen an, ob der Kunde dann zum Tablet, Handy oder Smart-Watch greift, liegt an ihm“, sagt Christian Rau, General Manager von Mastercard Austria. Wie Trending Topics berichtet, ist Rau seit April der Nachfolger von Gerald Gruber. Rau’s Frau nutze lieber das Handy zum Shoppen, wenn sie auf der Couch liegt. Sie holte nicht erst die Geldbörse, sagt Rau. „Das ist alles auf dem Handy.“

Nutzung von Wearables legt zu

„Die Bankomatkarte ist in Österreich das liebste Kind“, sagt der General Manager des Finanz-IT-Dienstleisters. Viele begleichen ihren Einkauf noch mit Karte, aber 62 Prozent können sich inzwischen vorstellen in Zukunft mit dem Handy zu zahlen. An Wearables wie Smart-Watches (14 Prozent) oder Fitness-Armbänder (sechs Prozent) trauen sich derzeit nur wenige heran. Aber 17 Prozent könnten sich vorstellen eine Smart-Uhr zum Bezahlen zu benutzen. Der Trend würde deutlich steigen, sagt Roswitha Wachtler, Research Consultant am IPSOS Marktforschungsinstituts in Wien.

Nutzung von Smart-Uhren legt zu. © Mastercard

Sicherheit wichtiger als Kosten

Mit der im September in Kraft tretenden Richtlinie für Zahlungsdienste (PSD2) wird für Kartenzahlungen im E-Commerce stärkere Kundenauthentifizierung verpflichtend. Authentifizierung über zwei oder mehr Elemente der Kategorien „Wissen“ (z.B. Pin), „Besitz“ (z.B. Mobiltelefon) oder „Inhärenz“ (z.B. Fingerabdruck) soll digitales Bezahlen sicherer machen.

Die meisten Verbraucher (57 Prozent) verwenden derzeit einen Pin-Code. Dabei geben 43 Prozent an biometrische Authentifizierung wie Fingerabdruck, Augen- oder Gesichts-Scan nutzen zu wollen. Sicherheit brennt den Verbrauchern unter den Nägeln. Um häufiger mobile Banking zu nutzen, fordern 53 Prozent der Befragten höhere Sicherheit und Garantie für Datenschutz. Geringere Kosten wünschen sich nur 30 Prozent. „Zahlungen müssen noch sicherer werden. Das ist ein echtes Kundenbedürfnis“, sagt Rau.

Die Online-Studie wurde unter der städtische Banknutzern im Alter von 20 bis 50 Jahren, die ein Bankkonto besitzen, durchgeführt.

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