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omni:us: Österreichische Gründer holen nächstes Millionen-Investment

Die omni:us-Gründer Stephan Dorfmeister (CFO), Sofie Quidenus-Wahlforss (CEO), Eric Pfarl (CXO), Martin Micko (COO) und Harald Gölles (CTO). © omni:us
Die omni:us-Gründer Stephan Dorfmeister (CFO), Sofie Quidenus-Wahlforss (CEO), Eric Pfarl (CXO), Martin Micko (COO) und Harald Gölles (CTO). © omni:us

Das von Österreichern in Berlin gegründete FinTech omni:us lässt erneut mit einer hohen Finanzierungsrunde aufhorchen. Die Series-A-Finanzierung spült ein stolzes Kapital von 13 Millionen Dollar in die Kassen des Jungunternehmens. Mit Hilfe von AI soll der Schadensprozess von Versicherungen automatisiert werden. Mit diesem Ansatz hat omni:us bereits 2018 20 Millionen Dollar von Investoren bekommen – die Gesamtfinanzierung liegt nun also bereits bei 33 Millionen Dollar.

Schadensprozess in Tagen statt Wochen

“Wir verwenden KI-Module, unter anderem um aus der eingehenden Kommunikation möglichst viele Daten zu extrahieren um darauf aufbauend den Schadensprozess zu automatisieren und optimieren“, erklärte Co-Founder Martin Micko vergangenes Jahr iim Gespräch mit Trending Topics. Man könne den Prozess von mehreren Wochen auf wenige Tage zu verkürzen und so gleichzeitig kostengünstiger und kundenfreundlicher machen.

Investment fließt in US-Expansion

Mit dem Geld will omni:us die Expansion in den USA vorantreiben, wo mit AmTrust bereits einer der größten Arbeitnehmer-Unfallversicherer als Kunde an Bord ist. Das Investment kommt von dem international tätigen Investmentfonds Viola FinTech, Israels größter technologiefokussierter Investment Gruppe, CommerzVentures, dem Venture Capital Fond der Commerzbank Gruppe und UNIQA Ventures, dem Venture Capital Arm der UNIQA Versicherungsgruppe, wie das Jungunternehmen mitteilte.

„Wir haben schnell festgestellt, dass der US-Markt spannende Möglichkeiten für unsere Technologie bietet“, erklärt omni:us-CEO Sofie Quidenus-Wahlforss. „Die Versicherungsunternehmen sind in den USA häufig deutlich größer als in Europa, gleichzeitig ist ihr Digitalisierungsgrad oft noch niedriger. Wir spüren daher ein großes Interesse an Lösungen wie unseren, die Versicherern dabei helfen, effizienter und unkomplizierter zu werden“.

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Serial-Entrepreneurin Quidenus-Wahlforss (ehemals Qidenus Technologies GmbH; halbautomatische Scannen von Büchern mit Hilfe von Robotern) hat die Firma gemeinsam mit Micko, Eric Pfarl (gründete 123people mit), Stephan Dorfmeister (u.a. Deloitte) und CTO Harald Gölles ins Leben gerufen. Innerhalb kurzer Zeit ist omni:us zu einem der spannendsten InsurTechs Europas aufgestiegen. Vergangenes Jahr wurde das Startup bei einer großen Branchenveranstaltung in London gar als „Insurance Innovation of the Year“ ausgezeichnet.

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„Bisher ungekanntes Kundenerlebnis“

„Um den Erwartungen der heutigen Kundengeneration gerecht zu werden, müssen Versicherungsunternehmen bestehende Prozesse im Schadenmanagement nicht bloß digitalisieren, sie müssen sie radikal überdenken und neu erfinden. Unser Investment geschieht in der festen Überzeugung, dass die KI-Lösungen und das Team von von omni:us ein bisher ungekanntes Kundenerlebnis für Versicherungskunden ermöglichen werden“, erklärt Uniqa-Ventures-CEO Andreas Nemeth die Besonderheit der Lösung.

 

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