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offGrid: Wiener Startup bringt neuartiges mobiles Musikinstrument

offGrid. © Birdkids
offGrid. © Birdkids

Schütteln und Knöpfe drücken – so könnten Kreative künftig unterwegs im Zusammenspiel mit ihrem Smartphone Musik erzeugen. Das Instrument dazu, geht es zumindest nach dem Wiener Startup Birdkids, nennt sich offGrid und ist im Wesentlichen ein MIDI-Controller, der per Bluetooth oder USB-C-Kabel die Eingaben des Nutzers an eine Software am Smartphone, Tablet oder Computer (z.B. GarageBand) schickt und so mobiles Musizieren erlaubt.

Hinter Birdkids steckt der Wiener Michael Beim, der lange als Musikproduzent tätig war und sich nun gemeinsam mit seiner Frau ins Hardware-Geschäft wagt. Lange haben sie an offGrid mit seinen 20 Knöpfen und dem Joystick gefeilt und jetzt eine Kickstarter-Kampagne gestartet, um die Produktion durch Vorbestellungen zu finanzieren. “Wir wollen ein Hardwaresteller sein, der auf Qualität setzt“, sagt Beim im Gespräch mit Trending Topics. Das Gerät werde in Europa gefertigt und soll letztendlich zu einem Preis von weniger als 100 Euro zu bekommen sein. Der Akku soll einen Tag lang reichen.

Synthesizer im Pocket-Format

offGrid richtet sich laut Beim dabei an alle, die mit einem Gerät im „Handtaschen-Format“ unterwegs Musik machen wollen. Ab 90 Euro muss man zahlen, um via Kickstarter an eines der Gadgets aus der ersten Charge zu kommen – ausgeliefert werden soll im Dezember. Zu dem MIDI-Controller wird es auch eine passende App für iPhone und Android geben, prinzipiell soll offGrid aber ein Eingabe-Gerät für jegliche Musik-Software sein. “Man soll damit jede Art von Musik-Software am Smartphone bedienen”, sagt Beim.

Der Kreativität soll dabei keine Grenzen gesetzt sein: offGrid soll ein Drum-Computer genauso sein wie ein mobiler Ersatz für ein Keyboard. Auch soll das Gerät per Sensoren auf Bewegungen reagieren – man kann es also durch die Luft schwenken, um Sounds zu produzieren.

Bei Kickstarter konnte Birdkids diese Woche in kurzer Zeit fast 50.000 Euro einsammeln. “Wir wollen nicht nur eine Nische für Spezialisten bedienen, sondern wollen das Musizieren für jeden ermöglichen”, sagt Beim. Simple, mobile Bedienung und schlichtes Design sei ihm wichtig gewesen. Nun wird es spannend, wie viel Geld Birdkids mit der Crowdfunding-Kampagne einsammeln kann, die noch vier Wochen lang läuft – und ob dann zeitgerecht in Zeiten von Corona geliefert werden kann.

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