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Künstliche Intelligenz

Österreichische Startups entwickeln AI für die perfekte Jobsuche

Von links nach rechts: Klemens Senn, Markus Puckmayr, Philipp Wissgott, Klemens Schreiber. ©Elia Zilberberg/danube.ai
Von links nach rechts: Klemens Senn, Markus Puckmayr, Philipp Wissgott, Klemens Schreiber. ©Elia Zilberberg/danube.ai

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis künstliche Intelligenz auch in unserem Alltag Einzug findet. Aktuell wird an vielen Bereichen geforscht, zwei österreichischen Startups ist jetzt ein Durchbruch bei der AI-unterstützten Jobsuche gelungen. danube.ai und devjobs.at setzen auf KI, um Bewerbern perfekt passenden Jobangebote zu liefern.

Was simpel klingt, hat schon einige Unternehmen zum Scheitern gebracht: Artificial Intelligence als Unterstützung bei der Jobsuche. Amazon beispielsweise hat bereits 2018 einen großen Versuch, das Recruiting auf eine KI auszulagern, abgebrochen. Der Grund: Die KI war etwas sexistisch und hatte darüber hinaus enorme Probleme mit den Daten. Vor allem individuelle Fähigkeiten konnte sie nicht richtig einschätzen, was auf dem Jobmarkt natürlich ein erhebliches Problem darstellt.

Die KI als Menschenkenner

Wie aber kann KI Mensch und Arbeitsplatz zusammenbringen? Eine Antwort auf diese Frage zu finden war das erklärte Ziel von Klemens Schreiber und Markus Puckmayr vom Linzer Startup devjobs.at.  Die 2019 gegründete Plattform ist schon jetzt Österreichs größtes Karriereportal für Entwickler und IT-Talente. Markus Puckmayr: „Um unsere Treffsicherheit weiter zu verbessern, war AI der nächste, logische Schritt“. Der Haken: Auch die beiden Gründer hatten anfangs keine Vorstellung, wie die KI nun Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und Wünsche der BewerberInnen erkennen könnte. Wie so oft half der Zufall – an der gleichen Frage biss sich zeitgleich nämlich auch das Duo von devjobs.at die Zähne aus. Im vergangenen Sommer lernten sich die vier Gründer zufällig kennen.

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Im Team stärker

”Wir sagten uns: warum nicht dieses Problem gemeinsam lösen?“, erzählt Philipp Wissgott von danube.ai, wie es zu der Kooperation kam. danube.ai wiederum hat in diesem Jahr eine neue AI-Technologie entwickelt, die nicht auf Big Data setzt, sondern Vorhersagen bereits mit wenigen Daten treffen kann. Die Lösung erklärt Wissgotts Partner Klemens Senn: “Wir versuchten gar nicht erst, die Stellenangebote oder die Jobsuchenden zu kategorisieren – hier sind viele Algorithmen davor gescheitert. Wir berechnen für jeden einzelnen Jobsuchenden eine eigene Kategorie.“

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In enger Zusammenarbeit wurde die AI in den letzten drei Monaten zur devjobs.at-Plattform hinzugefügt. danube.ai zeigte dabei schon in den ersten Tagen, wie gut die Job-Ansprüche von ProgrammiererInnen erkannt werden. “Die AI checkt jetzt täglich mehr als 3.000 IT-Jobs in Österreich und schlägt nur Jobvorschläge vor, die wirklich passen”, umreißt Klemens Schreiber das Upgrade. Es ist dadurch für Developer nicht mehr nötig, permanent auf den diversen Jobportalen nach dem passende Job zu suchen. Das Feedback der Nutzer sei bislang überwältigend gewesen, mehr als 1.000 EntwicklerInnen hätten die AI-Plattform bereits verwendet. Demnächst soll der Sprung über die Grenzen gelingen.

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