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Österreich sichert die Auktion von Staatsanleihen mit einer Blockchain ab

Die Österreichische Kontrollbank in Wien © OeKB
Die Österreichische Kontrollbank in Wien © OeKB

Die Österreichische Kontrollbank verwendet bei der nächsten Staatsanleihen-Auktion Anfang Oktober erstmals Blockchain-Technologie. Damit soll die Auktion sicherer und österreichische Bundesanleihen attraktiver werden. Österreich nimmt damit laut Finanzministerium in Europa eine Vorreiterrolle bei der Begebung von Staatsanleihen ein.

„Die Digitalisierung des Finanzbereichs, auch FinTech genannt, ist längst in Österreich angekommen. Wir müssen die positiven Auswirkungen intelligent für den Finanzdienstleistungssektor nutzen. Für uns bildet die Blockchain-Technologie einen wirtschaftspolitischen Schwerpunkt. Mit der Einrichtung des FinTech Beirats im Finanzministerium entwickeln wir Strategien, damit Österreich von diesen Entwicklungen bestmöglich profitiert“, erklärt Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP).

Konkret wird die Blockchain auf Ethereum-Basis bei der Bundesanleihen-Auktion am 2. Oktober bei der Notarisierung der Auktion zum Einsatz kommen. Dabei geht es vor allem um die nicht manipulierbare Übertragung und Protokollierung der Daten.

1,15 Milliarden Euro neue Schulden

Österreich wird bei dieser Auktion 1,15 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Konkret ist die Aufstockung von zwei Bundesanleihen mit Laufzeiten bis 2023 bzw. 2028 geplant. Die Renditen sind derzeit auf einem niedrigen Niveau, Staatsanleihen sind generell unter Druck geraten. Bei der letzten Auktion Anfang Juni hat die 0,00-Prozent-Bundesanleihe mit Laufzeit bis 2023, die bei der kommenden Auktion aufgestockt wird, sogar eine Negativrendite von -0,076 Prozent erzielt. Aktuell rentiert das Papier wieder knapp im positiven Bereich. Die 0,75-Prozent-Bundesanleihe, die ebenfalls aufgestockt wird, rentiert derzeit bei 0,70 Prozent.

Durchgeführt wird das Verfahren von der Österreichischen Kontrollbank im Auftrag der Bundesfinanzierungsagentur. Die Kontrollbank hat die Blockchain-Lösung intern entwickelt und in den vergangenen Monaten intensiv getestet: „Die Blockchain-Technologie bietet großes Potenzial zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung von Bank-Prozessen. Daher beschäftigen wir uns seit einiger Zeit auch intensiv mit dieser Thematik und haben bereits mehrere Prototypen getestet“, so Kontrollbank-Vorstand Angelika Sommer-Hemetsberger.

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