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Österreich fördert Coronavirus-Forschung mit 23 Millionen Euro

Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2). © CDC
Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2). © CDC

Die österreichische Regierung hat am Samstagvormittag bekannt gegeben, dass die Fördergelder für Forschung zum Coronavirus aufgestockt werden. Insgesamt werden 23 Millionen Euro locker gemacht – 11 Millionen kommen vom Wirtschaftsministerium, 10 Millionen vom Klimaschutzministerium und 2 weitere Millionen vom Wissenschaftsministerium. Abgewickelt wird die Förderung von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die für den Call zwei Deadlines gesetzt hat: 8. April und 11. Mai.

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„Forschung ist im Kampf gegen das Virus das Wirksamste, um rasch einen Impfstoff und Medikamente zu entwickeln. Durch einen finanziellen Boost beschleunigen wir die Forschung und wollen jene Medikamente, die schon weit entwickelt sind, so schnell wie möglich in die klinische Forschung bringen“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Möglichst schnell zur klinischen Studie

Die Förderung steht laut den Ministerien für Unternehmen mit Sitz in Österreich bereit, die an konkreten Wirkstoffen arbeiten, entweder gegen das Virus COVID-19 selbst oder gegen die durch das Virus verursachten Krankheiten wie etwa Lungenentzündungen. Ein weiteres Kriterium ist die Geschwindigkeit, mit der das jeweilige Projekt in eine klinische Studie starten kann. Die Entwicklungszeit soll maximal 12 Monate dauern.

„Im Kampf gegen das Coronavirus zählt jeder Tag“, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler am Samstag. Die FFG-Verfahren zu diesem Call sollen besonders schnell durchgeführt werden. Gefördert werden alle studienrelevanten Kosten, beispielsweise Personal- und Materialkosten für Prüfteams. Es gibt keine Limitierung bei den Drittkosten.

Gefördert werden laut FFG Projekte aus diesen Bereichen:

  • Biologie des Virus und seine Übertragung
  • Infektionsprävention und -kontrolle
  • Forschung und Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapieverfahren sowie die Entwicklung neuer diagnostischer Ansätze

Die Förderung findet dabei in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen statt. Die Höhe des Zuschusses ist dabei abhängig von der Unternehmensgröße und beträgt in der Regel für

  • Großunternehmen: 25 %
  • Mittlere Unternehmen: 35 %
  • Kleine Unternehmen: 45 %
  • Startup: 45 %

21 Mio. Euro für Unternehmen, 2 Mio. für Unis

Die Ankündigung bedeutet eine massive Aufstockung der ursprünglichen Förderung, die vergangene Woche mit einem Volumen von einer Million Euro gestartet wurde. Für Unternehmen stehen nun 21 Millionen Euro bereit, die zwei Millionen Euro des Wissenschaftsministeriums werden Medizinischen Universitäten zur Verfügung gestellt, die im Zuge der Projekte die klinischen Studien durchführen.

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