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Öl > iPhone: Saudi Aramco stößt Apple als wertvollstes Unternehmen vom Thron

Pipelines am Shaybah-Feld am nördlichen Rand der Wüste Empty Quarter in Saudi-Arabien. © saudi Aramco
Pipelines am Shaybah-Feld am nördlichen Rand der Wüste Empty Quarter in Saudi-Arabien. © saudi Aramco

Einen Tag nach dem Börsengang in Riad ist es glasklar: Saudi Aramco ist mit einer Bewertung von mittlerweile mehr als 2 Billionen Dollar das mit Abstand wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Der führende Ölproduzent global stößt den US-amerikanischen iPhone-Hersteller Apple locker vom Thron. Der kalifornische Konzern lag bisher mit einer Bewertung von 1,2 Billionen Dollar auf Platz eins vor Microsoft und Amazon.

Im Zuge des IPO hat das Königreich Saudi-Arabien drei Milliarden Shares, die 1,5 Prozent des Unternehmens darstellen, an der Saudi Stock Exchange (Tadawul) in den Handel gebracht. Damit wurden 25,6 Milliarden Dollar eingenommen, zusätzlich gibt es noch die Option auf die Ausübung der Mehrzuteilungsoption („Greenshoe“)  – dann beläuft sich das Volumen der Emission auf 29,4 Milliarden Dollar.

Vor Alibaba und Softbank

Der Börsengang von Saudi Aramco ist damit der größte aller Zeiten und stellt damit die bisher größten IPOs in den Schatten. Diese waren:

  • Alibaba: 25,03 Mrd. Dollar (2014)
  • Softbank: 23,35 Mrd. Dollar (2018)
  • AgBank of China: 22,12 Mrd. Dollar (2010)
  • ICBC: 21,97 Mrd. Dollar (2006)
  • AIA: 20,49 Mrd. Dollar (2010)
  • Visa: 19,65 Mrd. Dollar (2008)
  • General Motors: 18,14 Mrd. Dollar (2010)
  • NTT: 18,05 Mrd. Dollar (1998)
  • ENEL: 16,59 Mrd. Dollar (1998)

„Der heutige Meilenstein unterstreicht das Engagement des Königreichs für die Förderung eines starken Kapitalmarktes und zeigt weitere signifikante Fortschritte bei der Umsetzung der Vision 2030 des Königreichs“, lässt Yasir Othman Al-Rumayyan, Chairman des Board of Directors von Saudi Aramco, die Welt wissen. Das Transformations-, Wirtschaftswachstums- und Diversifizierungsprogramm werde mit „Tempo und Entschlossenheit“ fortgesetzt.

Denn auch wenn Saudi-Arabien mit dem Börsengang, der im eigenen Land durchgeführt wurde (und nicht etwa an der Wall Street), viel Geld mit den Verkäufen von Anteilen seines Ölriesen verdient hat – das Königreich will sich von der Abhängigkeit vom Öl lösen. So wird viel Geld in den Aufbau von Tourismus fließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben es Saudi-Arabien schon vorgemacht.

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