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Dieselskandal

Öko-Prämie für Österreich: Elektroautos können mehr als 10.000 Euro billiger werden

Ja, auch Teslas können geladen werden. © Smatrics
Ja, auch Teslas können geladen werden. © Smatrics

Bei einem Treffen mit den Vertretern von Mercedes-Benz, BMW, Kia, Ford, Renault, Porsche, Volkswagen, Audi, Seat, Skoda, Hyundai, Mitsubishi und Opel hat sich Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) auf eine Öko-Prämie für Österreicher geeinigt, die auf ein umweltfreundlicheres Fahrzeug umsteigen. Im besten Falle kann die Summe laut Leichtfried bei über 10.000 Euro liegen, wobei vor allem die Käufer von Elektroautos besonders belohnt werden sollen.

Wie hoch die Prämien, die unabhängig von geschäftsüblichen Rabatten ausbezahlt werden sollen, genau sind, wollen die Autohersteller bzw. ihre Importeure in den nächsten Tagen bekannt geben. Konkrete Beispiele gibt es derzeit nur aus dem VW-Konzern:

  • 6.000 Euro Gesamtförderung für den Audi A3 e-tron (Plug-in-Hybrid)
  • 11.680 Euro Gesamtförderung für e-Golf (inkludiert eine staatliche Prämie von 2.500 Euro)

Generelles Ziel sei, so Leichtfried, dass ab 2030 nur mehr schadstofffreie Autos neu zugelassen werden dürfen. Ziel des Treffens mit den Autoherstellern war, Maßnahmen im Zuge von Diesel-Gate zu treffen. Der Verkehrsminister einigte sich mit den Herstellern, dass in Österreich 600.000 Dieselautos Software-Updates bekommen. Dieses Update ist freiwillig und ab dem Frühjahr 2018 machbar. Kritik an der Einigung mit den Autofirmen kommt von den Grünen, Autofahrer würden von der Ökoprämie „hinters Licht geführt“ werden. Abwartend reagierten die Autofahrer-Clubs ÖAMTC und ARBÖ.

Außerdem fordert Leichtfried zusätzliche technische Nachrüstungen, um die ausgestoßenen Schadstoffe zu senken. Im Herbst will der Minister die Abgasstrategie 2030 präsentieren. Ob er sie noch umsetzen kann, hängt allerdings vom Wahlergebnis und der Zusammensetzung der nächsten Regierung ab.

Bis dato 4.000 Anträge für E-Autos

In Österreich gibt es wie berichtet EU-weit mit 1,4 Prozent den höchsten Anteil an Elektroautos (das Elektroauto-Land Norwegen hat einen deutlich höheren Anteil). Laut Verkehrsministerium sind derzeit rund 15.000 reine Elektroautos und Plug-in-Hybride auf heimischen Straßen unterwegs. Damit es schneller mehr werden, gibt eine staatliche Förderung.

Seit Anfang des Jahres können Käufer eine Förderung beim Kauf eines E-Fahrzeugs beantragen. Bis Mitte August wurden österreichweit rund 4.000 solcher Anträge eingebracht, rund 3.000 davon für reine Elektroautos. Folgende Förderungen können in Anspruch genommen werden:

Fahrzeug bzw. Infrastruktur Kaufprämie
Auto mit Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb für Privatpersonen 4.000 Euro
Auto mit Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb für Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine 1.500 Euro
Hybridfahrzeug 1.500 Euro
E-Leichtfahrzeug 1.000 Euro
E-Kleinbus oder E-Nutzfahrzeug 20.000 Euro
E-Zweirad 750 Euro
Intelligentes Ladekabel oder „Wallbox“-Ladestation 200 Euro
öffentlich zugängliche Ladestation bis zu 10.000 Euro

 

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