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ÖAMTC bietet ab Juni Batteriediagnose von Startup Aviloo an

(v.l.n.r.): ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner und die Aviloo-Gründer Nikolaus Mayerhofer und Wolfgang Berger © ÖAMTC
(v.l.n.r.): ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner und die Aviloo-Gründer Nikolaus Mayerhofer und Wolfgang Berger © ÖAMTC

Das niederösterreichische Startup Aviloo testet und bewertet mit Hilfe von Machine Learning-Algorithmen die Qualität der Batterie bei Elektro- und Plugin-Hybridautos. Im August 2020 hat die Jungfirma dafür eine Förderung des europäischen Innovationsrats erhalten (Trending Topics berichtete). Jetzt schein auch der österreichische Mobilitätsclub ÖAMTC  das Potenzial der Technologie des Startups erkannt zu haben. Ab Juni 2021 können die  Mitglieder des ÖAMTC an ausgewählten Stützpunkten den genauen Zustand ihrer Antriebsbatterien erfahren und erhalten darüber dann auch ein Zertifikat. So erhält die Diagnosetechnologie von Aviloo dann österreichweit Bekanntheit.

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„Batterien unterliegen Alterungsprozess“

„Auf der Suche nach einer geeigneten Diagnosemöglichkeit haben wir uns an bereits etablierte Unternehmen gewandt, jedoch war das Thema für diese zu komplex“, sagt Christian Klejna, E-Mobility-Experte beim ÖAMTC. Aviloo sei dagegen ein Partner, den der Club von Beginn an begleiten will. „Durch unsere langjährige Erfahrung konnten wir wertvolle Insights aus der Praxis liefern und nun gemeinsam das innovative Diagnosesystem am Markt einführen“, erklärt Klejna.

Smarte Diagnosen sind laut Aviloo wichtig, da die Lebenszeit der Batterien von verschiedenen Faktoren abhängen. „Traktionsbatterien sind chemische Energiespeicher, die durch Belastung einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen und mit der Zeit ihre Speicherfähigkeit verlieren. Ebenso kann das Nutzungsverhalten wie zum Beispiel ein permanenter Bleifuß oder häufiges Laden mit hohen Ladeleistungen zu schnellerer Alterung führen“, erklärt Aviloo-CTO Nikolaus Mayerhofer.

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Aviloo-Überprüfung und Zertifikat

Die Batterie-Überprüfung erfolgt laut den Entwicklern datenbasiert. Dabei sei es nicht nötig, die Batterie auszubauen. ÖAMTC-Mitarbeiter stecken nur die sogenannte „Aviloo-Box“ an der OBD-Schnittstelle im Auto an. Mitglieder sollen einen Link auf dem Handy erhalten und dann Punkt für Punkt Anleitungen für den Test erhalten. Für die Diagnose müssen Kunden eine Fahrt zur Batterieentleerung unternehmen. Das Cloud-System analysiere dann Millionen von Datenpunkten, um eine genaue Diagnose des Batteriezustandes zu erhalten.

„Nach Abschluss des Tests wird ein Prüfzertifikat erstellt. Das Prüfergebnis wird in einer Prozentangabe angegeben und zeigt, wie weit die Antriebsbatterie gealtert ist“, beschreibt ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner den Überprüfungs-Vorgang. Die Mitglieder erhalten am ÖAMTC-Stützpunkt eine ausführliche Erklärung über das Testergebnis. Das kostet dann aber auch entsprechend. Der Preis für die Überprüfung des Akkus inklusive des Zertifikates wird bei 180 Euro liegen. Der Preis soll sich langfristig lohnen, weil Fahrer so höhere Kosten bei kaputten Batterien sparen.

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