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Oatly geht mit Bewertung über zehn Milliarden Dollar an die Börse

Oatly-Hafermilch © Oatly
Oatly-Hafermilch © Oatly

Am Donnerstag ist der schwedische Hafermilchdrink-Hersteller Oatly an die New Yorker Tech-Börse Nasdaq gegangen. Dabei hat das Unternehmen eine Bewertung von zehn Milliarden Dollar erreicht. Oatly sammelte 1,4 Milliarden Dollar bei Investoren ein und der Ausgabepreis der Aktie lag bei 17 Dollar. Die Firma gibt es bereits seit 1994, jedoch hat sie laut dem Handelsblatt vor allem seit 2012 unter CEO Toni Petersson besonders viel Erfolg gefunden und ihre Produkte als Alternative zu Kuhmilch positioniert.

Blackstone kontroverser Geldgeber

Oatly hat in den vergangenen Jahren viele prominente Investoren gewonnen. Unter anderem gehören dazu der frühere Starbucks-Chef Howard Schultz, die Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, die Schauspielerin Natalie Portman und der Rapper Jay Z.  Größter Aktionär bleibt auch nach dem Börsengang Verlinvest, die Beteiligungsfirma der Eigentümerfamilie des Brauereiriesen Anheuser-Busch.

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Ein kontroverser Geldgeber ist allerdings die Investmentgesellschaft Blackstone, die im Juli 2020 für 200 Millionen Dollar zehn Prozent der Oatly-Anteile gekauft hat. Weil Blackstone-CEO Stephen Schwarzman als Vertrauter von Klimaleugner Donald Trump gilt, hat das Öko-Image des Unternehmens gelitten.“Wir dachten, dass wir Blackstone davon überzeugen können, dass Investments in grüne Unternehmen wie Oatly profitabel sind. Dadurch wollten wir auch andere Private-Equity-Unternehmen zu Anlagen in nachhaltige Firmen bewegen“, rechtfertigte Oatly im Juni den Verkauf der Anteile. Trotzdem hagelt es bis heute von den häufig veganen Fans der Marke Kritik.

Oatly-Bewertung massiv erhöht

Insgesamt mehr als 40 Hafermilchprodukte bietet Oatly heute an. Das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit, weil es frei von Soja-Eiweiß ist. Im Juni 2020 lag die Bewertung des Unternehmens noch bei zwei Milliarden Dollar. Durch den Börsengang ist sie mittlerweile massiv in die Höhe geschossen. Kürzlich hat sich Oatly mit der US-Kaffee-Kette Starbucks zusammengetan, die in ihren Standorten in den USA Getränke und Snacks auf Basis der Haferprodukte anbieten will.

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