Peter Thiels Schützlinge

Number26: FinTech-Start-up zweier Österreicher kooperiert mit TransferWise bei Auslandsüberweisungen

Smartphone statt Bankfiliale, lautet das Motto. © Number26, Montage TrendingTopics.at
Smartphone statt Bankfiliale, lautet das Motto. © Number26, Montage TrendingTopics.at

Wie die beiden FinTech-Start-ups Number26 aus Berlin und TransferWise aus London bekannt gegeben haben, bietet man Nutzern des Number-26-Kontos ab sofort künftig günstige Auslandsüberweisungen an. Den Kunden in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Österreich und der Slowakei wird versprochen, dass sie künftig bis zu sechs Mal günstiger als bei einer herkömmlichen Bank Geld ins Ausland transferieren können. Die Überweisungen können in acht Währungen außerhalb des Euro-Raums getätigt werden: Amerikanische Dollar, Britisches Pfund, Schwedische Krone, Indische Rupie, Australische Dollar, Ungarische Forint, Schweizer Franken und Polnische Zloty. Weitere Währungen sollen folgen.

Number26 will Plattform werden

Die Auslandsüberweisungen lassen sich direkt aus der App von Number26 tätigen, ohne sie verlassen zu müssen. Das entspricht der Vision, die die beiden Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf (beides Österreicher) im vergangenen August gegenüber TrendingTopics.at formulierten: Sie wollen das digitale Girokonto (es baut zum einen auf Wirecard, zum anderen auf Mastercard auf) zu einer mobilen Plattform für andere Dienste machen, die Zusatz-Features wie eben Auslandsüberweisungen anbieten. Entstehen soll so ein so genannter „FinTech Hub“, in den auch Start-ups wie Lending Club (Per-to-Peer-Kredite) oder SavingsGlobal (Sparen) ihre Services integrieren könnten. Number26 als Drehscheibe zwischen Endnutzer und Diensteanbieter erhält eine Provision bzw. Vermittlungsgebühr.

Springen die aktuell etwa 100.000 Kunden von Number26 auf das Angebot auf, könnte man schon bald Geld damit verdienen. Über die Peer-to-Peer-Technologie von TransferWise werden Angaben des Start-ups zufolge pro Monat 700 Millionen Euro ins Ausland überwiesen, was Nutzern insgesamt monatlich 31 Millionen Euro Bankgebühren sparen soll.

Thiel zieht die Fäden im Hintergrund

Warum ausgerechnet Number26 und TransferWise zusammenfinden, hat seinen guten Grund: Beide zählen Startinvestor Peter Thiel (u.a. Facebook) bzw. dessen Risikokapitalfirma Valar Ventures zu ihren Geldgebern. Bei Number26 hat Thiel zehn Millionen Euro investiert, TransferWise hat bis dato insgesamt 91 Mio. US-Dollar von Geldgebern (u.a. auch Andreessen Horowitz, Richard Branson) erhalten. Number26 beschäftigt mittlerweile 120 Mitarbeiter, bei TransferWise stehen gar 500 Mitarbeiter im Sold.

Alles rund läuft bei Number26 nicht: Aus der NFC-Karte, die Nutzer bekommen, lassen sich per Android-App sich Transaktionsdaten auslesen, wie ein Blogger herausfand. Das Start-up hat in einem Blog-Eintrag festgehalten, welche Daten konkret betroffen sind und wie man sich schützen kann.

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