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Northzone: „Es gab nie eine bessere Zeit für Tech-Unternehmer in Europa“

© Northzone
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Auch wenn sich manche vor einer möglichen Rezession fürchten: Der europäische Risikokapitalgeber Northzone mit Büros in London, New York, Stockholm und Oslo sieht das gar nicht so und verkündet heute, einen neuen Fonds in der Höhe von einer halben Milliarde Dollar zu launchen. Es ist einer der größten VC-Fonds für frühphasige Unternehmensfinanzierungen in Europa.

Zum Vergleich: Speedinvest aus Wien verkündete Anfang 2019, einen neuen Frühphasen-Fonds mit der Zielgröße von rund 175 Millionen Euro vorzubereiten. Der in der Schweiz, Berlin und London ansässige VC Lakestar hat kürzlich rund 700 Millionen Dollar für einen neuen Startup-Fonds eingesammelt.

Fokus auf Series A und B

Northzone will das Geld vor allem zur Finanzierung von Series A und Series B verwenden und neben europäischen Startups auch  junge Tech-Firmen von der Ostküste der USA finanzieren – pro Deal zwischen 20 und 50 Millionen Euro. Fokussiert wird auf Startups in Branchen wie Fintech, Mobility, Bildung, Gesundheit und Bauwesen. Drei Investments hat der neue Fonds, der auf den Namen Northzone IX hört, bereits gemacht: Pollen (London), Spacemaker (Oslo) and Livepeer (New York City).

Wert legt Northzone darauf, dass sein eigenen Team-Mitglieder selbst einmal gegründet haben. Deswegen werden Hello Fresh Mitgründerin Jessica Schultz and Dots-Mitgründer Paul Murphy neben den bestehenden Managern Pär-Jörgen Pärson, Jeppe Zink, and Michiel Kotting ins Management-Team geholt.

+++ Europas Startups bekommen so viel Geld wie nie zuvor. Doch Österreichs Szene stagniert. +++

Start-up-Ökosysteme jenseits des Silicon Valley

„Die Start-up-Ökosysteme jenseits des Silicon Valley haben sich in den letzten Jahren in Bezug auf Qualität, Größe und einer Fülle von erfahrenen Gründern sowie in Bezug auf größere Kapitalressourcen grundlegend verändert. Es gab nie eine bessere Zeit für Technologieunternehmer in Europa“, meint der neue Northzone-Partner Murphy. Ein Fünftel des Fonds soll in Deutschland investiert werden.

Wie berichtet haben europäische Startups im ersten Halbjahr 2019 so viel Geld bekommen wie noch nie zuvor. Der Gesamtwert der Startup-Finanzierungen in Europa im Vergleich zum Vorjahr ist um 62 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro gestiegen. Der Wehrmutstropfen: Während Startups in Deutschland, Großbritannien, Frankreich oder Schweden weiter boomen, scheint die Szene in Österreich dieses Jahr zu stagnieren.

+++ Ein Gespenst geht um in der Startup-Branche, und es heißt Rezession. +++

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