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Krypto-Kunst: Erste Warnungen vor NFTs kommen auf

"NFT Yourself". © Trending Topics
"NFT Yourself". © Trending Topics

Non-Fungible Tokens sind der jüngste Trend in der Krypto-Industrie und erfasst nun auch immer mehr den Mainstream. Zuletzt haben Künstler wie Grimes oder die US-Rockband Kings of Leon auf sich aufmerksam gemacht, weil sie NFTs als digitale Repräsentanten ihrer Werke im Internet über NFT-Plattformen zum Verkauf stellten. Dabei wurden teilweise Millionenpreise erzielt (Trending Topics berichtete).

Doch NFTs stoßen auch immer mehr auf Kritik. So hat sich der bekannte US-Unternehmen und Buchautor Seth Godin zu Wort gemeldet und bezeichnet NFTs als „gefährliche Falle“. Er warnt Künstler davor, auf die (oft auf Ethereum basierenden) Token zu setzen.

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„Je mehr Zeit und Leidenschaft die Schöpfer in NFTs stecken, desto mehr Zeit werden sie aufwenden, um den Anschein von Knappheit zu erwecken und den Leuten weiszumachen, dass die Token im Wert steigen werden“, so Godin. „Sie werden mehr zu Promotoren von digitalen Token als zu Schöpfern.“ Der einzige Grund warum jemand einen NFT kaufen würde, sei die Erwartung, dass dessen Wert über Zeit steigen wird – so wie es bei berühmten Kunstwerken etwa der Fall ist. Anders als etwa die Mona Lisa sei ein NFT aber eben nicht das Kunstwerk selbst, sondern nur seine digitale Repräsentanz. Die Mona Lisa ist ein Werk, das mit viel Mühe entstanden ist, während ein NFT sehr einfach produziert werden kann.

„NFTS sind eher wie Kindle-Bücher“

„Im Gegensatz zu Aktien werden bei NFTs keine Dividenden gezahlt oder andere Rechte eingeräumt. Und im Gegensatz zu tatsächlichen Kunstwerken sind NFTs in der Regel nicht selbst ästhetisch schön, sondern repräsentieren einfach etwas“, so Godin weiter. Auch für die Käufer von NFTs berge der Trend Gefahren. NFTs würden vorgaukeln, Unikate zu sein, aber „NFTs werden eher wie Kindle-Bücher und YouTube-Videos sein“, meint Godin. „Es ist ein unreguliertes, intransparentes Geschäft, bei dem das Wort „Blase“ ganz groß geschrieben wird.“

Godin schließt mit seiner Kritik anderen an, die aufgeworfen haben, dass die Erstellung von NFTs viel Energie braucht und in Folge auch CO2-Emissionen verursachen können. Denn die meisten NFTs laufen wie erwähnt auf Ethereum – jener Blockchain, die noch immer nach Proof of Work funktioniert, beim Schreiben der Blöcke also viel Rechenleistung vonnöten ist. Nicht nur deswegen, aber auch, soll Ethereum auf Proof of Stake und somit weniger Energiebedarf umgestellt werden – ein Übergang, der aber mehrere Jahre dauern wird.

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