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Übernahme

Pioneers Ventures wird zum Investment-Vehikel von startup300

Pioneers-CEO Oliver Csendes. © Pioneers
Pioneers-CEO Oliver Csendes. © Pioneers

Die Übernahme der JFDI GmbH, das Unternehmen hinter der Marke Pioneers, durch startup300 im Mai hat auch Auswirkungen auf den Frühphasen-Investor Pioneers Ventures. Dieser war bis zu der Übernahme als Kooperation zwischen dem Wiener Risikokapitalgeber Speedinvest und Pioneers konzipiert. Die beiden Geschäftsführer Markus Lang und Philipp Stangl hatten gemeinsam mit Speedinvest rund 8 Millionen Euro eingesammelt, und haben seit dem Start 2015 in 32 Startups investiert.

Bisherige und künftige Investments werden gebündelt

„Wir werden alle unsere künftigen Investments, die wie bisher als startup300 AG getätigt haben, in Pioneers Ventures bündeln. Mit den Ressourcen, die wir dort haben und die wir dort aufbauen werden, werden wir unsere Investmenttätigkeit weiter professionalisieren“, sagt Bernhard Lehner von startup300 gegenüber Trending Topics. „Natürlich macht es auch Sinn, unser bestehendes Portfolio via Pioneers Ventures zu verwalten – das ist ein logischer Professionalisierungsschritt, der für unsere Business Angels, für unsere Startups und für das operative startup300-Team nur Vorteile bringt.“

Zum bestehenden Portfolio von startup300 zählen unter anderem Conda, Techbold, journi, Waytation, Talent Garden Vienna, Vresh, Herosphere oder Trending Topics.

Während die ehemaligen beiden Manager von Pioneers Ventures, Lang und Stangl, nun direkt bei Speedinvest tätig sind, bekommt Pioneers Ventures mit Oliver Csendes interimistisch einen neuen Chef. Außerdem wird derzeit bereits nach einem neuen Führungsteam gesucht, dass die Investmentfirma künftig leiten wird.

Lang und Stangl jetzt bei Speedinvest Scouts

Die beiden bisherigen Geschäftsführer von Pioneers Ventures verlassen Pioneers Ventures und werden fortan bei Speedinvest die neu geschaffene Pre-Seed-Unit leiten, die auf den Firmennamen Speedinvest Scouts hört. Außerdem wird das bestehende Portfolio von Pioneers Ventures von Speedinvest übernommen und integriert. Damit wandern also viele Investments, die in Österreich, in Osteuropa, Deutschland oder Großbritannien gemacht wurden, direkt zu Speedinvest.

„Die 32 Portfoliounternehmen beschäftigen aktuell rund 500 MitarbeiterInnen, konnten insgesamt bereits mehr als 20 Millionen Euro an Folgefinanzierungen lukrieren und sind technologisch oftmals Vorreiter auf ihrem Gebiet. Da war es für uns ein logischer Schritt, mit dem Team zukünftig noch enger zusammenzuarbeiten“, heißt es seitens Michael Schuster von Speedinvest.

© Pioneers Ventures

Neuer Fonds möglich

Der neue Eigentümer von Pioneers, startup300, will die Tochter Pioneers Ventures also weiter als Pre-Seed-Investment-Vehikel betreiben. Auch die bereits bestehende enge Verflechtung mit den Pioneers-Events soll so bleiben. Möglich ist auch, einen neuen Fonds aufzustellen. „Wir denken intensiv darüber nach, einen neuen Venture Capital Fonds hinter Pioneers Ventures zu stellen und dadurch unsere Investments-Schlagzahl noch einmal wesentlich zu erhöhen”, sagt Michael Eisler von startup300.

Generell wollen startup300, Pioneers und Speedinvest weiterhin miteinander kooperieren. So ist es etwa möglich, dass Speedinvest und Pioneers Ventures gemeinsam in junge Startups einsteigen.

Offenlegung: startup300 und Speedinvest sind Investoren von Trending Topics.

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