Kryptowährungen

NEO: Gerüchte befeueren den chinesischen Alt-Coin

NEO - das heiße Eisen aus China. © Neo.org
NEO - das heiße Eisen aus China. © Neo.org

Aktuell hat die chinesische Ethereum-Alternative ein Plus von rund 60 Prozent im Tagesverlauf zu verzeichnen. Der Preis stieg von 28 Dollar auf zeitweise über 48 an. In den vergangenen 24 Stunden kletterte die Marktkapitalisierung um rund eine Milliarde Dollar auf über 3,1 Milliarden Dollar. In den vergangenen Monaten war die Organisation eher durch gutes Marketing, als durch wirkliche Weiterentwicklungen aufgefallen.

Die ersten ICOs auf der Neo-Plattform von AdEx und RedPulse verliefen nicht ohne Schwierigkeiten. Der Kurs dümpelte zwischen 27 und 33 Dollar. Vier Ausbruchversuche nach oben wurde der Rückhalt verweigert. Was war passiert?

NEO-ICOs in der verbotenen Zone

Im Gegensatz zu Coins, die als Währung fungieren oder sich auf einzelne Anwendungen spezialisieren, baut NEO ein Produkt, das von Grund auf für das volle Spektrum der Smart Economy ausgelegt ist. Ein Ethereum aus Asien, mit feinen Verbesserungen. Basierend auf traditionellen Programmiersprachen wie .NET, Java oder Python (Ethereum hat mit Solidity seine eigene) ist NEO ein Sammelbecken für Entwickler aus der ganzen Welt.

Neben der Smart Contracts, können Vermögenswerte, Nachrichten und Cloud-Lösungen über das NEO-Netzwerk abgebildet werden. Der Gründer Da Hongfei versicherte immer wieder, dass er kein Problem mit staatlichen Interventionen habe. Nicht zuletzt ein Grund für die Annahme vieler, dass NEO sich adäquat zu Alibaba (Amazon) und WeChat (Facebook Messenger) zur Ethereum-Lösung Chinas unter dem Schutzschirm der Kommunistischen Partei entwickeln soll.

Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte

Wie es in den Kryptosphären üblich ist, treibt vor allem Spekulation den Preis an. „Es ist gut möglich, dass es nur ein marktüblicher Pump ist, der den Preis treibt“, sagt Jürgen Hoebarth, Krypto-Investor und -Analyst aus Hongkong. Den Anfang machte Malcom Lerider, Mitglied des NEO Council, der gestern Nachmittag ein chinesisches Rätsel auf Twitter verbreitete. Innerhalb von wenigen Minuten hatte die Community eine passende Übersetzung gefunden.  Neben konfuzianischer Philosophie steht die Ankündigung von drei Tagen voller wichtiger Entscheidungen im Mittelpunkt des Rätsels.

Neue Partner, neue Wege

Schnell brodelte das alte Gerücht hoch, China würde die Blockadehaltung gegenüber den Kryptowährungen aufgeben und NEO zur einzigen Plattform für chinesische ICOs erklären. Entsprechende Blogposts konnten bislang aber nicht verifizert werden. Die Gründe scheinen anderer Natur zu sein. Denn nichtsdestotrotz hat sich die NEO-Community in den vergangenen Monaten weiterentwickelt.

Der Gründer Da Hongfei ist nicht nur ein Marketing-Genie, er weiß auch gute Kontakte zu knüpfen. Zwei Player der Blockchain-Sphäre wollen laut Presseaussendungen ihre Aktivitäten verstärkt auf die NEO-Chain verlagern. Einerseits der amerikanische ICO-Dienstleister ProjectICO, der einen One-Stop-Shop für Initial Coin Offerings anbietet, andererseits das Onchain-Projekt Ontology. Ontology bietet Identifikationsverfahren auf Smart-Contract-Basis an. „Diese Deals können Meilensteine für NEO bedeuten“, so Hoebarth.

Ob sich das Wachstum allerdings wirklich als sattelfest herausstellt, werden erst die kommenden Tage zeigen.

Editors Note: Investments in Kryptocoins oder Token sind hoch spekulativ und der Markt ist weitestgehend nicht reguliert. Jeder, der Aktivitäten in Erwägung zieht, sollte in Betracht ziehen, dass sein komplettes Investment verloren gehen könnte.

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