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Nach SEC-Klage: Grayscale löst seinen XRP Trust auf

© Ripple
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Grayscale, der nach eigenen Angaben größte Krypto-Asset-Manager der Welt, wird seinen XRP Trust auflösen. Das hat das Unternehmen, das zur Digital Currency Group aus New York gehört, wenige Wochen nach Bekanntgabe der SEC-Klage gegen Ripple bekannt gegeben. Grayscale hat mehr als 20 Milliarden Dollar an Assets Under Management (AUM) und bietet sein Kunden neun verschiedene Produkte an, um im großen Stil in Bitcoin und Co zu investieren.

XRP, also der vom US-Unternehmen Ripple herausgegebene Token, wird künftig bei Grayscale nicht mehr investierbar sein. Die US-Börsenaufsicht unterstellt Ripple den unerlaubten Verkauf von XRP in Milliardenhöhe; XRP sei eigentlich ein Wertpapier und nicht einfach nur ein Bezahl-Token im Ripple-Netzwerk. Der Verkauf einer solchen digitalisierten Aktie hätte bei der SEC schon vor Jahren angemeldet werden müssen. Ripple hat die Vorwürfe wiederholt als „unbewiesene Behauptungen“ zurückgewiesen und pocht darauf, dass XRP keine Securities seien.

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„Immer schwieriger, XRP in Dollar umzuwandeln“

„Als Reaktion auf die Klage der SEC haben bestimmte wichtige Marktteilnehmer Maßnahmen angekündigt, einschließlich der Streichung von XRP von wichtigen Handelsplattformen für digitale Vermögenswerte, was Grayscale zu dem Schluss kommen ließ, dass es für US-Investoren, einschließlich des Trusts, wahrscheinlich immer schwieriger wird, XRP in US-Dollar umzuwandeln und somit den Betrieb des Trusts fortzusetzen“, heißt es seitens Grayscale.

Dieses Problem droht tatsächlich: Denn in den nächsten Tagen werden Krypto-Händler und Exchanges damit beginnen, den Handel mit XRP auszusetzen. Coinbase wird am 19. Jänner XRP vom Handel auf seinen Plattformen ausschließen, Binance oder Bitstamp haben XRP-Trading bereits in den vergangenen Tagen ausgesetzt. Betroffen von den Handelsstopps sind dabei in erster Linie US-Nutzer. Beim österreichischen Krypto-Händler Bitpanda etwa kann XRP bis auf weiteres wie gewohnt ge- und verkauft werden.

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XRP-Preis hat sich etwas erholt

Stichwort Handel: Die SEC-Klage hat dem Trading mit XRP bisher keinen Abbruch getan. Nach einem starken Einbruch des XRP-Preises Ende Dezember um mehr als 50 Prozent wird der umstrittene Token nun bei knapp 0,3 US-Dollar gehandelt. Der zweite Bitcoin-Hype hat in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass auch der Preis von XRP wieder gestiegen ist. Wie nachhaltig das ist, ist sehr fraglich. Die Neobank Revolut hat seine Nutzer etwa gewarnt, dass XRP bald wertlos sein könnte.

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