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Nach den deutschen Autoherstellern greifen jetzt auch Ford und General Motors den Rivalen Tesla an

Ladekabel am Chefy Bolt EV. © General Motors
Ladekabel am Chefy Bolt EV. © General Motors

Nachdem die drei großen deutschen Autobauer VW, Daimler und BMW ihren Umstieg auf Elektromobilität groß angekündigt haben, ziehen jetzt auch die beiden großen US-Konzerne General Motors (u.a. mit Marken wie Chevrolet, Cadillac, Buick) und Ford nach. GM aus der Auto-Hochburg Detroit verkündete am Montag, dass man an eine „vollelektrische Zukunft“ glaube und bis 2023 etwa 20 verschiedene vollelektrische Modelle auf den Markt bringen werde. Bereits in den nächsten 18 Monaten sollen zwei neue Autos kommen, die auf dem bereits am Markt erhältlichen „Chevrolet Bolt EV“ basieren. Bei der Antriebstechnologie setzt GM neben Lithium-Ionen-Akkus außerdem auf Wasserstoff-Brennstoffzellen.

Konkurrent Ford, die Nummer 2 hinter GM am US-Markt, verkündete fast zeitgleich, seine Anstrengungen in Hinblick auf Elektromobilität ebenfalls verstärken zu wollen. Am Standort in Detroit wird dazu das „Team Edison“ eingerichtet, das sich um Investitionen in den Bereich kümmern soll. Ford hat mit dem „Focus Electric“ bereits ein vollelektrisches Auto am Markt. In den nächsten fünf Jahren will Ford rund 4,5 Milliarden Dollar in E-Mobility und verwandte Bereiche stecken. Wie die Strategie im Detail aussieht, will der Konzern demnächst bekannt geben.

Tesla immer mehr unter Druck

Der Zeitpunkt, zu dem GM und Ford ihre Elektro-Pläne präsentieren, kommt nicht von ungefähr. Erst heute hat Tesla seine neuesten Quartalszahlen präsentiert. Zwar hat Elon Musiks Firma im dritten Geschäftsquartal mit 26.150 Autos 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert, allerdings stockt die Produktion des für den Massenmarkt gedachten Model 3. Von diesem sollten in Q3 1.500 Stück produziert werden, allerdings sind es nur 260 geworden.

Während die Aktienkurse von Ford und GM positiv auf die Ankündigungen reagierten, muss Tesla weiter mit einem sinkenden Wert seiner Aktie kämpfen und seine Produktionsengpässe beheben. Immerhin will Musk bis 2020 eine Million Model 3 vom Band laufen lassen.

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