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N26: Neobank feiert mit fünf Millionen Nutzern Geburtstag

Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal von N26. © Trending Topics
Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal von N26. © Trending Topics

Sie sind für viele die großen Helden der Startup-Szene in Deutschland und Österreich: Valentin Stalf und Maximilian Thayental haben ihre Challenger-Bank zu einer Bewertung von 3,5 Milliarden Dollar geführt, mehr als 670 Millionen Dollar von renommierten Investoren eingesammelt und mittlerweile 1.500 Mitarbeiter. 2013 starteten die beiden, die mittlerweile zu den 100 reichsten Österreichern zählen, mit einer Kreditkarte für Kinder namens Papayer und sattelten schließlich 2015 zu Number 26 um, das mittlerweile auf den kürzeren Namen N26 hört.

Das Smartphone-Bankkonto launchten sie schließlich vor ziemlich genau fünf Jahren am 26. Jänner 2015. Heute können sie verkünden, mittlerweile fünf Millionen Nutzer in 26 Märkten zu haben. „2019 war nicht nur ein Jahr des Wachstums, sondern auch der bewussten ade Investitionen in unser Produkt, unsere Mitarbeiter und die Servicequalität für unsere Kunden. Hinter uns liegt eine phänomenale Reise und täglich verbessern wir das Banking-Erlebnis von immer mehr Menschen weltweit“, sagt Maximilian Tayenthal, Mitbegründer und CFO von N26. Gerade 2019 hat sich die weltweite Kundenzahl mehr als verdoppelt.

Spannend wird, wie sich der US-Markt für N26 entwickelt. In Übersee erhoffen sich europäische Fintechs große Chancen, da in den USA die User Experience beim Mobile Banking teilweise stark hinter jener aus Europa hinterher hinkt. Und: Fintechs wie N26, Transferwise, Revolut oder Klarna haben mittlerweile auch das Kapital, um es am US-Markt zu versuchen. Entscheidend ist dort auch, wie viel Geld man ins Marketing buttern kann.

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Stets im Rennen mit Revolut

Bei den Challenger-Banken – neben N26 rittern auch Revolut, Monzo oder Starling Bank um den Markt – geht es oft um große Nutzerzahlen. Revolut, der wohl größte Konkurrent von N26, hält eigenen Angaben zufolge bei mehr als 8 Millionen Usern. Eine große Frage bei beiden Scale-ups ist, wie viele dieser Nutzer auch die kostenpflichtigen Premium-Konten verwenden. Die noch wichtigere Frage aber ist, wie intensiv sowohl Gratis- als auch Premium-Nutzer die Smartphone-Konten auch verwenden.

Denn die größte Einnahmequelle für die beiden Neobanken ist die so genannte Interchange Fee: Immer, wenn man mit N26 oder Revolut bei einem Händler bezahlt, gehen rund 0,3 Prozent des Preises an die Jungbanken. Das bedeutet, dass es stark darum geht, dass Nutzer die Smartphone-Apps ständig im täglichen Leben verwenden, damit die Unternehmen Geld verdienen können (Trending Topics berichtete). Beide Unternehmen werden in den nächsten Jahren aber noch weitere Finanzierungsrunden machen – profitabel sind sie noch nicht.

Um diese tägliche Nutzung weiter zu forcieren, hat N26 mit Anfang 2020 ein großes Design-Update seiner App gebracht. Dieses soll auf iOS und Android eine leichtere Navigation bringen. Ohne die Karte von Mastercard geht es aber auch nicht: seit November können Premium-Kunden eine zweite Karte bestellen. Diese dient als Back-up, wenn die erste karte verloren gehen sollte.

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