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N26-Gründer: „In Bank-Filialen steht irrelevante Technologie“

N26-CEO Valentin Stalf und Kapsch-BusinessCom-COO Jochen Borenich © Trending Topics
N26-CEO Valentin Stalf und Kapsch-BusinessCom-Vorstand Jochen Borenich © Trending Topics

Traditionelle Finanzinstitute stehen vor einem großen Problem, wenn es um die Digitalisierung geht. Sie haben über Jahrzehnte gewachsene Legacy Systeme. „Auf der anderen Seite ist die Erwartung des Endkunden eine moderne, sehr gute User Experience. Das passt oft nicht zusammen, denn digitale Prozesse kann ich oft nur schwer auf diesen alten Systemen abbilden“, sagt Kapsch-BusinessCom Vorstand Jochen Borenich beim „Kapsch Executive Brunch“. Der Event im Nachgang der Wiener Innovations-Konferenz Darwins Circle stand ganz im Zeichen der Disruption im Finanzsektor.

Wer könnte darüber besser sprechen als der Österreicher Valentin Stalf, der  in Berlin die erfolgreiche Challenger-Bank N26 gegründet hat: „Die Deutsche Bank hat bereits  1 Milliarde Euro in einen Wechsel im Kernbanksystem gesteckt. Unsere neue Bank auf der grünen Wiese kostete 2,5 Mio. Euro. Jetzt sind wir eine der am stärksten wachsenden Banken in Europa“. Der Ausgangspunkt des FinTechs: Die Eröffnung eines Kontos muss so einfach sein wie das Sign-up bei Facebook.

„Wirkliche Innovation wird von den Kunden kreiert“

„Wir konzentrieren uns heute ganz stark darauf, die Kernprobleme im Banking für die meisten User anzugehen“, sagt Stalf im Gespräch mit Trending Topics. Denn: „Wirkliche Innovation wird von den Kunden kreiert“.  Und in Europa habe man viel zu wenig verstanden, dass man Produkt- und Technologie-getrieben denken muss. „In den Bank-Filialen steht irrelevante Technologie. Überweisungsautomaten sind schwächer als jedes Smartphone in den Taschen der Kunden“.

„Wir müssen um den Faktor Zehn, sprich „X“, besser sein als andere Produkte“. In der Praxis passiert das bei N26 in enger Abstimmung mit dem Kunden. Da gehe es darum, zu verstehen, wie man ein Partner- oder Gemeinschaftskonto zum Beispiel für WG’s mit wenigen Klicks wie eine whatsapp-Gruppe erstellen kann oder komplizierte Finanzprodukte transparent zu gestalten.

Von anderen Branchen lernen

Das sieht auch Borenich: „Innovation passiert auch bei uns nicht im stillen Kämmerchen, sondern in der Interaktion mit den Kunden“. Außerdem lohne es sich, über die Grenzen des eigenen Unternehmens zu blicken und auch über die Grenzen der eigenen Branche. „Wir schauen, welche Lösungen es im Retail-Umfeld gibt, die auch im Finance-Bereich Anwendung finden können und umgekehrt“. Ein gutes Beispiel sei die von Kapsch entwickelte digitale Antragsstelle, über die zum Beispiel die digitale Eröffnung eines Kontos in Altsysteme integriert werden kann. „Die Lösung lässt auch auf andere Branchen anwenden, um einen kompletten Geschäftsprozess zu digitalisieren“.

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