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N26: Challenger-Bank holt sich zusätzliche 100 Millionen Dollar

Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal von N26. © Trending Topics
Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal von N26. © Trending Topics

Es ist keine Down-Round, die viele Gründer in der Corona-Krise befürchten, sondern eine zweite Verlängerung der Series-D-Finanzierungsrunde, die im Vorjahr über die Bühne ging: Die Berliner Challenger-Bank N26 hat sich noch einmal 100 Millionen Dollar bei seinen Hauptinvestoren besorgt, um seine Präsenz in den 24 europäischen Märkten und den USA auszubauen. Insgesamt hat N26 in der Series D nun 570 Millionen US-Dollar aufgenommen, seit dem Start vor etwa sieben Jahren haben die Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal schon fast 800 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten.

Die Unternehmensbewertung liegt weiterhin bei 3,5 Milliarden Euro, wie die Gründer betonen. Das bedeutet auch, dass der Wert von N26 stabil bleibt. „Die Unternehmensbewertung bleibt trotz der aktuellen Situation an den weltweiten Börsen stabil bei 3,5 Milliarden US-Dollar. Damit verfügt das Unternehmen nicht nur über eine der höchsten Bewertungen, sondern auch über eine der besten Finanzierungen aller europäischen Fintechs“, heißt es seitens N26.

Schub für digitales Banking

Wie viele andere Unternehmen setzt auch N26 künftig vor allem darauf, dass die Corona-Krise den Wechsel hin zu digitalen Produkten beschleunigen wird. „Digitales Banking hat in den vergangenen Wochen einen enormen Schub erfahren. Immer mehr Menschen verzichten auf Bargeld, bezahlen kontaktlos und nutzen digitale Angebote. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Als eine der weltweit führenden mobilen Banken gestaltet N26 diesen Wandel maßgeblich mit. Wir sind davon überzeugt, dass Europa mit N26 die digitale Innovation im Bankenbereich weltweit führen kann”, sagte Valentin Stalf, Mitgründer und CEO von N26.

Wie bereits Anfang 2020 verkündet, hält N26 bei mehr als fünf Millionen Kunden. Als führende Challenger-Bank traut man sich selbst nicht zu bezeichnen. Denn diese Position hat längst Revolut aus Großbritannien eingenommen. Die Londoner Neobank hat wie berichtet im Februar 2020 in einer Finanzierungsrunde satte 500 Millionen Dollar an Bord geholt und ließ sich von den Investoren mit 5,5 Milliarden Dollar bewerten (Trending Topics berichtete).

Revolut hat bereits angekündigt, wie N26 in den USA starten zu wollen. Die Berliner wiederum wenden sich nunmehr Südamerika zu. In Brasilien will die Firma eine Fintech-Lizenz holen und damit den Grundstein für den Markteintritt in den größten südamerikanischen Markt legen.

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